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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1923-06-01 · 1 (1.6.1923) · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1923
Issue
1 (1.6.1923)
Date
1923-06-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 22 Das jadische Echo 265 BERNHARD BAUCH Schäfflerstr. 3/5 Briennerstr. 8 Telephon 21540 Telephon 21541 ELEGANTE PELZE Gemeinden-u. Vereins-Echo Jüdischer Gesangverein. Sonntag, den 3. Juni, veranstaltet der Verein bei schönem Wetter einen Ausflug, zu dem wir unsere Mitglieder mit ihren Angehörigen herzlich einladen. — Programm: Preffpunkt früh 6.30 Isartalbahnhof bei der Uhr; Abfahrt mit Zug 7.10; S 0 n n t a g s karte nach Ebenhausen; von dort Wanderung nach Wolfratshausen. Nachzügler können mittags ins Jüdische Landheim Wolfratshausen nachkommen. Abends 5.40 Heimfahrt mit Nachlösung einer Fahrkarte Wolfratshausen—Ebenhausen. Proviant hat jeder selbst mitzubringen. Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Unser nächster Abend, Sonntag, den 3. Juni. Näheres im Inserat. Bar Kochba. J i u-J i t s u-A b t e i 1 u n g. Nachdem Grünwald-München vorüber ist, erwarten wir, daß alle früher bereits am Kurs Beteiligten wiederum mit neuem Eifer am Unterricht teilnehmen. Sollte wider Erwarten die Beteiligung so schwach bleiben, wie in den vergangenen Wochen, müßten wir uns zu unserem Leidwesen gezwungen sehen, den J i u - Unterricht wieder aufzugeben. Die Leitung. Fußball-Abteilung. In der am 7. Mai stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung der FA. wurde nachfolgende Vorstandschaft gewählt, die mehrere Herren in ihrer Mitte hat, welche schon Jahrzehnte in der Fußballbewegung aktiv und passiv tätig sind und die beste Gewähr dafür geben, daß die Spieler fachmännische Ausbildung finden und erste Arbeit geleistet wird. Dieselbe setzt sich wie folgt zusammen: Geschäftsausschuß. 1. Vorsitzender: Harry Engel, 2. Vorsitzender: Isy Nußbaum, 1. Schriftführer: Harry Laufer, 2. Schriftführer: Jakob Diamand, Kassier: Jonas Saposchnik, Ballwart: Ferdl Reiß, Beisitzer: Armin Weiß, Adolf Uhlmann, Propagandaleiter: Jakob Koronczyk, Max Landmann. Spielausschuß. Vorsitzender und Trainer: Harry Engel, Schriftführer: Jonas Saposchnik, Spielführer der 1. Mannschaft: Rosenbaum, Spielführer der 2. Mannschaft: Max Landmann, Jugendleiter A. Uhlmann. Fußballtraining. Das Training findet jeden Mittwoch an der Ganghoferstraße am 1880er Platz statt (hinter der Ausstellung) von 5 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Wer an diesem unentschuldigt fehlt, wird jeweils am kommenden Wettspielsonntag nicht aufgestellt. Anmeldungen zur FA. werden am Sportplatz entgegengenommen oder beim 1. Schriftführer Harry Laufer, Auenstraße 76. Bar Kochbaner werbet Mitglieder für die Fußballabteilung. Juniorenabteilung. Wir wollen eine Jugendabteilung gründen und können Mitglieder derselben nur junge Leute von 13—18 Jahren werden. Anmeldungen am Sportplatz oder bei Herrn Max Landmann, Auenstraße 13, schriftlich. Vereinszeitung. Da das Jüdische Echo unter Anerkennung des sich immer mehr ausbreitenden Sportes ein eigenes Sport-Echo eingeführt hat, so wurde in letzter Ausschußsitzung beschlossen, das Jüdische Echo als Vereinszeitung zu führen und machen wir es zur Pflicht unserer Mitglieder, die Zeitung zu abonnieren. Das Gut Hermannsberg. Im lieblichen Tale der bayerischen Donau, in der Nähe der Ortsgemeinde und Bahnstation Wiesent (Strecke Stadtamhof— Wörth der Walhallabahn) liegt das Gut Hermannsberg. Es ist das größte Gut Bayerns, das sich in jüdischen Händen befindet. Besitzer des Gutes, welches ungefähr 100 Tagwerk (Feld, Wiesen, Wald) umfaßt, ist der bekannte Privatgelehrte Rabbiner Dr. jur. Neubauer, eine in wissenschaftlichen Kreisen hochgeschätzte Persönlichkeit. Jahraus, jahrein befinden sich hier jüdische Eleven aus ganz Deutschland, welche sich der Landwirtschaft widmen wollen und die Tauro mit Derech-Erez verbinden, Ausbildung in der Landwirtschaft, bei regem Studium der jüdischen Religionswissenschaft. Neuerdings beabsichtigt die Gutsverwaltung, eine männliche Lehrkraft (eine Lehrerin ist schon länger hier tätig) anzustellen, welche Sinn für Landwirtschaft besitzt und sich der Mitverwaltung des Gutes unterziehen würde. Der Posten würde sich in erster Linie für einen Pensionisten oder Zwangspensionisten eignen, ebenso auch für einen Herrn, der Berufswechsel beabsichtigt, da sich auf dem Hermannsberg auch ein geschäftlicher Betrieb befindet und der betreffende Herr kaufmännische Ausbildung genießen könnte. Die nächstgelegene jüdische Gemeinde ist Regensburg. Nürnberg. Am Samstag, den 2. Juni, abends 9 Uhr findet im Ost-Saale des Kulturvereins ein Vortrag des Direktors des Ewer-Verlags in Berlin, Dr. Rosenstein über: „Unsere Pflichten gegenüber Palästina" statt. Der Vortrag, der in jiddischer Sprache gehalten wird, wurde dankenswerter Weise von dem hier neugegründeten jüdischen Klub Hatechijah veranstaltet. Alle diejenigen, die diesen zweifellos außerordentlich interessanten Vortrag des als hinreißenden Redner bekannten Dr. Rosenstein besuchen wollen, werden hiermit herzlichst eingeladen. Nürnberg. Der Jüdische Wanderbund B1 a u - W e i ß hatte für Sonntag, den 27. Mai, eine Reihe von Gästen zur Besichtigung seines bis auf die Inneneinrichtung völlig fertiggestellten Landheimes in Wendelstein bei Nürnberg eingeladen. Der Bau, der im Jahre 1921 bereits in Angriff genommen wurde und der hauptsächlich unter der Leitung des inzwischen nach Palästina übergesiedelten Dipl.-Ing. Martin Goldschmitt von den Jungens und Mädels in eigener Arbeit errichtet wurde, macht durch sein schmuckes Aussehen, durch die allem Anscheine nach äußerst gediegene Ausführung in seiner herrlichen Lage auf den kritischsten Beschauer einen ausgezeichneten Eindruck. Eine große Wohnstube, eine geräumige Küche, Werkstatt, Veranda, Schlafraum usw. bieten alle Gewähr dafür, daß das zukünftige Landheim seinen Zweck in vollem Umfange erfüllen wird. Ein Besuch des Hauses, das durch seine Existenz schon Zeugnis von dem frischen tatfrohen Geiste seiner Erbauer ablegt, dürfte all denen zu empfehlen sein, die an der Fähigkeit unserer Menschen zweifeln, produktive Arbeit zu

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