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Das jüdische Echo · 1921-09-30 · 39 (30.9.1921) · p. Seite 497

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
39 (30.9.1921)
Date
1921-09-30
Page
Seite 497 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 39 Das Jüdische Echo 497 Abteilung I Beleuchtung 9?eid)gefd)ntljte ‘Bobenftanblampen mit Seibeiu uttb 3)amaftfc^irmcn 9Jteffingu. 5)olj5tifd)lampen in erftklajftger ‘Slusfüfyrung Abteilung II Innen-Einrichtung ©rojje ‘Musroaljl in rcict)gefct)nigte Seffeln u. Stühlen m. Ceber* u. ©obelinbcgug, joiute reid)s gefdjmückten Sifdjen, Sruljen uttb Sdiränfcen, jüroie fämtl Cujushleintnöbel Im Landauerhaus Telefonruf Nr. 27 6 74 E.J. 00TTSCHALL& Co., Komöl.-Ges., MÖNCHEN KauimoersiraDe 26, Einoano Frauenplatz Herrenkleider aller Art nod) OTaji, in eleganter Slusfiifjrung, aud) non mits gebrachten Stoffen. 9tafd)e ‘ßebienung, billige greife. M. J. Altschäffcl, Nyraphenburgerstr. 78/o ^tfer sich geschmackvoll kleiden will, der besuche di^ Husstellungs- und Verkaufsräume der Firma Hdalbert Schmidt Kgl. bnyer. Hoflieferant München, Residenzstrasse 6 Feine Herren- und Damenschneiderei nach Mass J Aufruf! Auf dem heiligen Boden Erez-Jisroel reifen in diesen schicksalschwe ren Tagen Entscheidungen von gewaltiger Bedeutung für die jüdische Gesamtheit auf dem Erdenrunde; hntscheidungen, die das sittliche Wohl und Wehe des jüdischen Volkes, damit aber auch, nach dem ganzen Lauf der Geschichte, auch sein Geschick in die weite Zukunft hinaus bestimmen werden. Unter Blut und Tränen einer ganzen Generation ist ein neues Palästina geboren worden, ein Palästina, das — unbeschadet vorübergehender Hemmungen — vor einer Periode kaum geahnten wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwunges steht und dessen Pforten weit sich öffnen werden für jede rüstige Betätigung in Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Technik. Soll dieses neue Palästina Erez Jisroel, Erez Hakedausoho, das heilige Land jüdischer Erinnerung, jüdischer Zukunftshoffnung und jüdischer Gegenwart werden oder nicht? Soll auf seinem Boden der Geist der Gesetzesentfremdung, Selbstverherrlichung und Unheiligkeit zur Geltung kommen oder soll das Land wiederum zum Schauplatz g“tterfüllten jüdischen Gemeinschaftslebens werden, in das G“ttes Herrlichkeit einzieht, um Volk und Land, Judenheit und Menschheit ihrer Erlösungszukunft entgegenzuführen? Diese Entscheidung liegt bei Euch, Euch allen, Ihr Agudisten, an die sich unser Ruf zunächst wendet, Euch allen, die Ihr Euch zu den Reihen der gesetzestreuen Judenheit zählet, oder die Ihr wollt, daß das alte Thoragesetz auf dem Boden Palästinas seine Heimstätte findet. Bekenntnis und aufbauende, schöpferische Tat ist jeder Pfennig, der im Sinne dieses Aufrufes dem Keren Erez Jisroel der „Agudas Jisroel“ hingegeben wird, Bekenntnis und Tat für den Aufbau eines heiligen Erez Jisroel. Die oberste Behörde unserer Organisation, der Zentralrat der Agudas Jisroel, hat im Adar568l unter Führung und Zustimmung der anerkannten geistigen Größen der rabbinischen Welt Ostens, den feierlichen Beschluß gefaßt, daß fortan in den Tagen vom 1. Elul bis 30. Tischri eines jeden Jahres in allen Ländern der Erde, überall wo Organisationen der Agudas Jisroel bestehen, unter Einsatz allei organisatorischen Kräfte der Landeszentralen und der Ortsgruppen Sammlungen für den Keren Erez Jisroel der Agudas Jisroel stattzufinden haben, über deren Verwendung im Einzelnen für den geistigen und wirtschaftlichen Aufbau Erez Jisroel der Zentralrat mit den Vertretein aller Länder beschließt. Die Sammlungen dieses Jahres sollen im wesentlichen Teile den Grundstock für den im Rahmen des Keren Erez Jisroel zu errichtenden Keren Hajischuw (Wirtschaftsfonds des Keren Erez Jisroel) bilden. In dieser Stunde gilt es vor allem in möglichst großem Umfange Geulas Hooretz, den Erwerb von Grund und Boden im heiligen Lande zu vollziehen und vorzubereiten, die Mittel bereitzustellen, Millionen und Milliarden in allen Währungen, um eine neue Pflanzung treu-jüdischen, vom Thorageiste befruchteten ländlichen Lebens m schaffen, Männern des praktischen Wirtschaftslebens, Vertretern von Handel und Industrie die Möglichkeit und die Vorbedingungen für die Betätigung ihrer wirtschaftlichen Initiative im heiligen Lande zu geben, und so die wirtschaftlichen Grundlagen zu legen, auf denen sich in imponierender Erscheinung ein jüdisches Gesamtheitsleben überhaupt im Geiste der Thora entfalten kann. Wir erwarten die Hunderttausende des Kapitalisten für den Keren Hajischuw wie die bescheidenen Leistungen des Mittelstandes und die Pfennige des Aermsten! Welcher treue Sohn der jüdischen Gemeinschaft, in dessen Brust eme Ahnung davon lebt, was Erez Jisroel der jüdischen Psyche bedeutet, wird Geld und Gut ängstlich wägen, da es um das Ganze der jüdischen Zukunft geht! Welcher treue Sohn des jüdischen Volkes wollte Zurückbleiben, wenn die großen anerkannten Führer der Gesamtheit, die im Dienst und im Studium des G“tteswortes ergrauten Führer in Ost und West den alten Ruf ertönen lassen, der zum Aufbau des Heiligtums ladet. Auskünfte über das Erez Jisroel-Programm der Agudas Jisroel, die Satzungen des Keren Hajischuw und seine Verwaltung, sowie über die Methoden der Sammlung erteilen sämtliche Landesorganisationen, Palästina-Zentralen, Palästina-Vertrauensmänner und Gruppenvorstände in allen Ländern. Namens des Zentralrates der Weltorganisation: „Agudas Jisroel“. Die Zentralverwaltung des Keren Hajiscjhuw: Kommerzialrat Sigmund Bondi, Wien. Bankier Alexander Carlebach, Lübeck. Dr. Emil Hirsch, Halbcistadt. Sollicitor J. Landau, London. Bankier Siegfpied Loewenthal, Frankfurt a. M. Kallmann Pappenheim, Wien. Nachum Roscnfcld, Warschau. Bankier Dr. N. E» Weil, Frankfurt a. M. Leo Wreschner, Frankfurt a. M. Postscheckkonto No. 53900 Palästina - Zentrale der Ägudas Jisroel Frankfurt a. M.

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