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Das jüdische Echo · 1917-11-09 · 45 (9.11.1917) · p. Seite 492

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
45 (9.11.1917)
Date
1917-11-09
Page
Seite 492 (sequence 8)
Language
German
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492 Das Jüdische Echo Nr. 45 Pogrom-Gesellschaft begründet wurde, der viele angesehene Banken und Großkaufleute angehören. Die Idee sei zuerst in der Stadt Tsaritzin, dem ehemaligen Wirkungskreis deisi Mönchs Iliodor, aufgetaucht, da man in dieser Gegend bei einer politischen Umwälzung bestimmt mit blutigen Ausschreitungen gegen die Juden rechne. Anderseits erfährt dasselbe Blatt, daß in mehreren südrussischen Städten unter dem Deckmantel, von Lebensmittelausschreitungen antijüdische Exzesse stattgefunden haben. — Bei allen diesen Nachrichten ist zu bedenken, daß Ausschreitungen nicht nur gegenüber den Juden Vorkommen, sondern daß zur Zeit die Verhältnisse in Rußland allgemein sehr unsicher sind. Feuilleton Die Kochkiste. Daß die Kochkiste schon zur römischen Kaiserzeit vorhanden war, weist, wie der „Rhein. West. Ztg.“ aus Jena geschrieben wird, der dortige Forscher Dr. Gerth völlig einwandfrei nach, und zwar haben die alten Juden Roms im ersten Jahrhundert nach Christus die den Grundgedanken der Kochkiste bergenden Einrichtungen gehabt. In seinen Satiren (III, 12 ff.) erzählt nämlich der Dichter Juvenal, daß er mit seinem Freunde Umbricus in das Tal hinabgestiegen sei, wo einst Numa seiner Freundin Egeria das nächtliche Stelldichein gegeben habe, jetzt aber aller Zauber dieser Erinnerung geschwunden sei dadurch, daß man den heiligen Hain an die Juden verpachtet habe: „Hier wo Numa dereinst die nächtliche Freundin bestellte, Haben den Tempel und Hain mit der heiligen Quelle die Juden Jetzo gepachtet, die Heu und den Tragkorb führen im Hausrat.“ Was bedeuten nun die Worte: Heu und Tragkorb führen im Hausgerät? Da die Juden auch in ihrem Elend jede Berührung mit Fremden, die über den Handelsverkehr hinausging, scheuten, so führten sie ihre Lebensmittel in Körben beständig mit sich, so daß man sich ihre Existenz im Haine der Egeria ungefähr als eine Zigeunerwirtschaft vorstellen kann, und das Heu, da es stets zusammen mit dem Tragkorb genannt wird, diente nicht etwa zur Lagerstätte, sondern dazu, die vorher zubereiteten Speisen, die in dem Tragkorb aufbewahrt wurden, längere Zeit warm zu halten, also ein richtiges Kochkistensystem. Dieses Heu, zusammen mit dem Tragkorb, wird auch noch erwähnt Sat. VI, 542 als charakteristisch für die jüdischen Bettler und Wahrsagerinnen: „Dann bettelt sich zitternd die Jüdin heimlich zum Ohre, nachdem sie verlassen das Heu und den Tragkorb, als Solymäscher Gesetze Auslegerin, mächtige Priesterin unter dem Baum.“ Daraus geht nicht nur hervor, daß die vornehmen Damen Roms die jüdischen Wahrsagerinnen aufsuchten, sondern daß letztere einen Targkorb, ausgepolstert mit Heu, zum Warmhalten der Speisen mit sich* führten. Gemeindenu.Vereins-Echo Notstandsaktion für Palästina. Z. Kreschower, München, für verloren gegangene Büchse: 4 Mk. Spendenbuch. Frau Lina Levinger anläßlich des Todes ihres Sohnes Otto Levinger: 20 Mk. AUGUST BORDAN H. Neuhäiiser’s Nachfolger München Theatinerstraße 44/1 (Eingang Perusastraße) Feine Herrenschneiderei Erstklassige Herrengarderobe u. Uniformen :: Großes Stoff- Lager in in- und ausländischen Fabrikaten Telephon 23417 Max Weixlsdorfer Nacht. Inhaber: HANS ASAM München, Perusastrasse 4 Gegr. 1840 Tel. 22919 v Stets das Neueste in Modewaren Damen**Putz Wiener Modell-Hüte sowie eigene Modelle GiselaSciiimmel Mönchen Werkstätten für feine Damen-Moden Lindwurms»! Ecke SendüngertorpU Tel. 52754 Inserate haben im »Jüd. Echo“ stets den weitaus größten Erfolg CARtWHlGL MÜNCHEN MAXiMILIANS-PLATZ *4 maar sadLSwc.-.-LMcr.-T TEL 25217 LÜSTER in Eisen, Messing und Glas, elektrisch und Gas - Zuglampen mit Nachlaß zu verkaufen. Reparaturen and N eaanf ertignngen werden nach Wunsch geliefert. Drnck Md Verleg i B. Heller, Bnckdrnckerel, Mtnckn, Herzet Maxitr. 4. Terutvartiiek llr die RedaktiM t Helene Henne Cohn, Manchen, Von der Tennstr. 22; llr dei Anzeigenteil i H. W. Btthr, Hinein

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