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Das jüdische Echo · 1917-04-06 · 14 (6.4.1917) · p. Seite 163

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
14 (6.4.1917)
Date
1917-04-06
Page
Seite 163 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 14 Das Jüdische Echo 163 rend dieser Arbeit sagen: „So soll auch der Herr den bösen Trieb und die Lilith aus der Welt schaffen“. Und wir hoffen, daß Gott, gepriesen sei er. sie wirklich aus der Welt schaffen wird. Die Kinder Israels pflegen auch die Tische, Bänke und Wände abzukratzen, für den Fall, daß an diesen Dingen Chomez vorhanden sein könnte. Der Herr, gepriesen sei er, schaut aber herab auf seine geliebte Gemeinde Israel, die sich um die Vernichtung von Chomez bemüht. Ebenso möge auch Gott, gepriesen sei er, alle Plagen aus der Welt schaffen, die vom Satan und den Anklägern kommen. Wenn der Mensch sich etwas für Pessach kauft, so soll er sagen: „Das kaufe ich dem Feste zu Ehren“. Auch soll er streng darauf achten, daß er diese Dinge nicht für unrecht erworbenes Geld kauft. Und wenn die Zeit kommt, Mazzewasser zu schöpfen, so soll es niemand, und sei es auch der größte Rabbiner, Gemeindevorsteher oder Richter, für unpassend halten, das Wasser eigenhändig zu schöpfen. Ich habe oft gesehen, daß viele Große in Israel das Mezzewasser mit kleinen Gefäßen schöpften und beim Umgießen aus dem kleinen Gefäß in ein großes alle Buchstaben des hebräischen Alphabets vom Aleph bis zum Sof abzählten, um dem Wasser die Heiligkeit der Lettern, mit denen die Thora geschrieben ist, zu verleihen. Wenn aber jemand alt oder schwach ist, so soll er vor seiner Türe warten; und wenn er sieht, daß man das Mazzewasser bringt, soll er entgegengehen und das Wasser eigenhändig zu sich ins Haus bringen. So machten es viele Gaonim. Sie befahlen auch, das Wasser an einen reinen Ort zu stellen. Es ist gut, darauf zu achten, daß keine unreine Frau das Wasser anrühre, und daß es mit einem sauberen Tuche gut zugedeckt sei: denn was offen steht, kann durch die Schlange und den Satan verunreinigt werden. Und wenn man das Mazzewasser schöpfen geht und auch wenn man zurückkehrt soll man mit niemandem sprechen außer in der heiligen Sprache. Und vor dem Schöpfen soll man sich die Hände waschen. Ich habe es durch mündliche Überlieferung übernommen, vor dem Verbrennen des Chomez zehn Stückchen Brot an zehn verschiedenen Orten niederzulegen, was an die zehn ägyptischen Plagen erinnern soll. Und darum wird der Herr, gepriesen sei er, das Land Israel mit zehn Heiligungen heiligen. Man soll den Chomez mit großem Eifer verbrennen, und ebenso wie man den Chomez aus den Löchern und Spalten beim Lichte einer Wachskerze ausräumt, ebenso wird der Herr, gepriesen sei er, den Satan aus der Welt ausräumen, der sich vor dem Lichte der Gottheit verstecken wird. Dann werden der böse Trieb und alle bösen Mächte aus der Welt geräumt werden, und das ganze Land wird geheiligt werden mit den zehn höchsten Heiligungen. Das geschehe bald und in unsern Tagen. Amen. Einige ostjüdische Sprichwörter. Dem Truthahn ist es gleich, ob man ihn zu Purim für die Sude, oder zu Pessach für den Seder schlachtet. Man meint nicht die Hagadah sondern die MazzeknödeL Wie kommt Haman ins „Ma-Nischtano“ hinein? (Sagt man, wenn jemand zwei heterogene Sachen in Zusammenhang bringen will.) flnna Strampfer vorm. Franz Musil «* ■4 I FEIME DRMEMSOIMEIDEREI Telephon 26186 München 5che!llngsir. 10 LUITPOLD Familien- Bnzeigen besonders Verlobungsu. Vermählungs- Hnzeigen, Festschriften in feiner Ausführung, billig Büchdruckerei ß. Meller München Herzog-Maxstr. 4 PIusi^heitMax 1 miliamir 59 t^insf^ewerbiidie Werköfaffect» in Kristall - Bronr.e - M&ss/nS Eii'fen ■H&l’Xr. l£ojnen.alier Lu[j$£er fj f T ¥> C* T? f Kunstgeschichte (mit “ Führung) Literatur (verb. "" mit Lektüre) l in allen Gebieten Französische, Deutsche, Englische ( Sprache J T HontTO akad. Lehrerin für Kunstgesch. L,UlltS IICUIZC, und ncue Sprachen v. d. Tannstraße 15, II. Aufg. 0 r. — Sprechstunden 3—4 Uhr Americ. Surgeon Dentist \ OSKAR STAHL l.d.s. Nacht. JOSEF HERZOG! Schillerstr.43/I Tel. 52600 L ordiniert Yon 10—1 u. 3—5 Uhr. Sonntag nur nach vorheriger Anmeldung.

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