Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 44 (3.11.1916)
- Date
- 1916-11-03
- Page
- Seite 415 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 44 Das Jüdische Echo 415 die sie während eines längeren Aufenthaltes in Palästina vor und nach dem Ausbruch des Krieges zu machen Gelegenheit hatte. Der „Fränk Kurier“ berichtet über diesen Vortrag folgendermaßen: „Frl. H. H. Cohn knüpfte an die Vielgestaltigkeit des Klimas und der Landschaft an und verglich diese mit der Vielgestaltigkeit der religiösen und politischen Interessen, die vor dem Krieg in dem geschichtlich so denkwürdigen Lande einander bekämpften. Mit dem Ausbruch des Krieges verschwand der Widerstreit der politischen Ziele durch den Abzug der Franzosen, Russen, Engländer und Italiener, verschwand aber jede Verbindung mit dem Abendland und begann für die zurückgebliebenen Türken, Araber, Deutschen und Juden eine Zeit der Not und der größten Entbehrungen. Die amerikanischen Glaubensgenossen sandten von Zeit zu Zeit den palästinensischen Juden Geldunterstützungen, die freilich nur wie ein Tropfen auf einen heißen Stein wirkten. Die Rednerin schilderte die Hilfsorganisation, welche diese! Kolonien unter Beweisen höchster Opferwilligkeit schufen und im Kampf mit tausenderlei Schwierigkeiten mut- und vertrauensvoll aufrechterhielten. Sie schloß ihre mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen mit der eindringlichen Bitte um möglichste Unterstützung der um ihre Existenz ringenden Kolonien.“ Fräulein H. H. Cohn, die am 26. Oktober in Nürnberg, am 29. Oktober in Gunzenhausen über „Palästina vor und nach dem Kriegsausbruch“ sprach, wurden von Palästinafreunden in Nürnberg gegen 500 Mark, in Gunzenhausen 80 Mark für den Palästinahilfsfonds übergeben. Köln. Zu den hoffnungsvollen Menschenleben, deren Verlust für den Zionismus lange schmerzlich empfunden werden wird, gehört der bald vor einem Jahre in Frankreich gefallene Heinrich Dülken aus Köln a. Rh. Auf ü’en Namen des Verewigten haben dessen Angehörige im Rahmen des Jüdischen Nationalfonds eine Stiftung errichtet, deren Statuten wir nachstehend zum Abdruck bringen: § I. Herr Isidor Dülken, in Köln a. Rh., als Vater, una’ Herrn Ernst Dülken, ebenda, als Bruder des auf dem Schlachtfelde in Frankreich am 25. September 1915 gefallenen Herrn Heinrich Dülken sei. errichteten zu dessen ewigem Gedenken eine Stiftung unter dem Namen „Heinrich Di'ilken-Stif- , tung“. § II. Zweck der Stiftung. Die Stiftung soll dazu dienen, jüdischen Landarbeitern und -Arbeiterinnen in Palästina, in erster Linie solchen, die sich auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds ansiedeln, die Familiengründung zu erleichtern. § HI. Stiftungs-Kapital. Die in § 1 genannten Stifter übergeben dem Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth le Jisroel) zunächst einen Betrag von Mk. 7000. (in Worten: Siebentausend Mark), der bis zur rechtskräftigen Gründung der Stiftung von dem Jüdischen Nationalfonds als Depot verwaltet weraen Die Stifter behalten sich vor, selbst oder durch ihre Rechtsnachfolger das Kapital der Stiftung gpilllllllllllllll | KarlFries Noch fg. | H Inhaber: Carl Reeler m jj Feine Herrenschneiderei 1 jjj befindet sich jetzt gg 1 Maximiliansplatz Nr. 16jl jj Hl Telephon 21996 ü ■lllllllllllillllllllllllll Privat-Entbindungsanstalt München Johann v. Werthstr. 1 Telephon 60701 Freie Arztwahl. — Beste Verpflegung. Marie Bachmann, Arztwitwe, appr. Hebamme. UeMme aueb Enlbindufloen aufler dem Hanse. Zoologischer Cinei (Tierpark Hollabrunn) Eintritt: 60 Pf., Kinder 20 Pf. Dienstag u. Freitag 1 M., Kinder 80 Pf. Geöffnet von morgens 9 Uhr bis abends 9 Uhr. ALBERT LUDW. DAISER Atelier für Gravierkunst und Heraldik Alleiniger Edelstein - Graveur in Bayern Spezial - Lager in Petschaften aus Silber, Elfenbein, Bronze, echt Stein usw. :: :: Auswahl in Siegelringen Zu sämtlichen Gravierungen passende Steine als Carneol, Jaspis, Onyx, Amethyst, Lapislazuli usw. Stein-Camöes/Ziselieren Stahlprägestempel für Papierdruck Gold - und Silber-Gravierungen Silber-Monogramm für Lederwaren tas Feinste Empfehlungen " MUN(HEN-ZC WAFFE Gummi u-Metall j F7raiT München! Israel. Mterpensionat I Frau Apotheker Rothschild Ww. ••mw mw «w» mmm mmm I l