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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 377

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 377 (sequence 382)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054582--2381-9055834
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Kanzlei, sich immer gegen die Legalisierung äußerte und alles unternahm, um sie zu verhindern. Jetzt aber wurden diese Behörden überhaupt nicht mehr befragt. Es gelang uns, bei der Regierung den Standpunkt verständlich zu machen, daß es sich um keine konfessionelle Angelegenheit, sondern um eine politische handelt, und insbesondere durch die Berufung auf das Mandat und den Völkerbund ist die Sache vor allem zum Minister des Äußeren gekommen, der die Legalisierung mit großem Wohlwollen befürwortete. Im Besitze der Statuten hat der Verband sowohl in Budapest, wie auch in der Provinz eine organisatorische Arbeit eingeleitet, und wir haben in Budapest einen Verein mit 1000 Mitgliedern, in der Provinz erst vier Ortsgruppen, und zwar in D e b r e c em , Miskolc, Györ und Sopron. Es wurden jedoch auch in vielen anderen Städten Propagandaversammlungen und Vorträge veranstaltet, so in Szeged, wo Oberrabbiner Dr. Imanuel Low und der Gemeindepräsident Dr. Samu B i e d 1 sich offen zum Zionismus bekannt haben. Wir hoffen aber, daß auch hier bald ein Verein gegründet wird, Ferner bereiten wir die Gründung von Gruppen in Szolnik und H a t v a n vor. Wir haben in Budapest mehrere große Propagandaversammlungen veranstaltet, bei denen unter anderen die Herren Nahum Goldmann , Werner Bloc h, Dr. Arthur Hantke, Filip Mayer und Adolf P o 11 a k gesprochen haben. Wir haben im vorigen Jahre an der Wiener Herzl- Grabfahrt mit einer größeren Deputation teilgenommen und auch in Budapest und in vielen Provinz-Orten Herzl-Gedenkfeiern veranstaltet. Wir haben uns mit der Budapester Jüdischen Gemeinde in Verbindung gesetzt und ein Memorandum mit dem Wunsche überreicht, daß in der Nachbarschaft des großen Tempels in der Dohkny-Gasse, an der Stelle, wo Theodor Herzls Geburtshaus stand, und wo die Gemeinde jetzt ein großes Kulturpalais bauen wird, eine Herzl-Gedenktafel angebracht werde. Die Budapester Chewrah Kadischah, deren Mitglied Theodor HerzI war, hat im Jahre 1904 unter anderen auch Theodor Herzl aus der Mitgliederliste gestrichen, da er seit Jahrzehnten nicht in Budapest wohnte. Wir haben die Chewrah ersucht, dies rückgängig zu machen, was auch geschehen ist. Sehr erfreulich entwickelt sich die zionistische Jugendbewegung. Die Jugend hat im Rahmen des Verbandes eine gewisse Autonomie unter den Namen Hitachdut Hanoar Behungaria und arbeitet mit schönem Erfolg. Die Hitachdut hat Jungen- und Mädchen-Gruppen („Barissia"- und Aviva") im ganzen Lande und zählt etwa 700 Mitglieder. Zu ihnen gehören auch die Schomer Gruppen. Die Hitachdut hat jedes Jahr eine Konferenz, Jörn Hahitachdut, und wirkt erzieherisch und kulturell unter der Leitung der Gg. Lantos T i v a d a r , Dr. Frigyes Fried und Manô Eppstein. Sie gibt eine Monatsschrift ,,Cherut" heraus. Unser offizielles Organ Zsidö Szemle ersaheint zweiwöchentlich unter der Leitung des Gg. Dr. Josef Schönfeld. Unsere Bemühungen, die Zeitschrift wöchentlich erscheinen zu lassen, hatten aus Mangel an Mitteln noch immer keinen Erfolg. Unsere nächste und dringendste Aufgabe ist der Ausbau der Zsido Szemle. Die diesjährige Landeskonferenz wurde am 31. März und 1. April in Budapest abgehalten. Als Vertreter der Exekutive war Herr Kurt B 1 u - 377

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