Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 356)
- Language
- German
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Das Zionistische Zentralkomitee unterstützt viele Kulturinstitutionen. Mehr als 87% der jüdischen Kinder besuchen Schulen mit hebräischer Unterrichtssprache. 75°/o dieser Schulen stehen unter der Aufsicht der Tarbuth, welche 11 000 Kinder unterrichtet und über 501 Lehrer verfügt. Ferner stehen 13 Mittelschulen, 1 Lehrerseminar und verschiedene andere Kulturinstitutionen unter der Leitung der Tarbuth. Das Zionistische Zentralkomitee setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Vorsitzender: Dr. Jakob Robinson; Sekretär: Dr. M. Neviasky; Exekutive: M. Jatkinsky, R. Rubinstein, N. Cohen; Mitglieder: Dr. B. Berger, B. Bernstein, S. Chorongitski, Dr. Z. Feldstein, Dr. A. Lapin, L. Tzernas, Dr. Schwarz, Dr. N. Wolf. Österreich. (Der Bericht erstreckt sich infolge einer Verschiebung des Datums des Delegier tenta ges auf eine Periode von etwa 1 Jahren.) 1. Organisation. 1. Das neugewählte Landeskomitee, dessen Präsidium aus den Herren Dr. Leo Goldhammer (Präs.), Adolf Böhm, Dr. David Rothblum (Vizepräs.), bestand, hatte von Anfang an mit Schwierigkeiten und Widerständen zu kämpfen, die vor allem auf die Verschiedenheit der Auffassungen innerhalb unserer Organisation in bezug auf den Aufgabenkreis des Landeskomitees zurückzuführen sind. Die Majorität vertrat den Standpunkt, die Aufgaben des Landeskomitees seien vor allem in der Reorganisation des Landesverbandes gelegen, während die Minorität mehr die politisch-zionistischen Fragen in den Vordergrund stellen wollte. Diese Differenzen führten zum Austritt der Minorität aus dem Parteirat. Das plötzliche Hinscheiden Prof. Chajes beraubte die Organisation des Mannes, der imstande gewesen wäre, auftauchende Differenzen zu beseitigen. Trotz schwerer anderweitiger finanzieller Verpflichtungen war das Landeskomitee bemüht, die durch den Tod Prof. Chajes in finanzielle Schwierigkeiten gelangten Institutionen, die er ins Leben gerufen und gefördert hatte, weiterhin aufrechtzuerhalten, was mit Erfolg geschehen ist. Ferner reorganisierte das Landeskomitee einige Wiener Bezirkssektionen, die ihre regelmäßige Tätigkeit wieder aufgenommen haben (Sektionen XIII, XII/XV, XX). Besondere Aufmerksamkeit wandte das Landeskomitee der Provinz zu; es wurden einige Sekretariate errichtet und die Grundlagen für planmäßige Arbeiten gelegt. In den Distrikten West und «Niederösterreich-West wurden erfolgreiche Distriktstage abgehalten. Das Landeskomitee führte die Einigung der zionistischen Studentenschaft herbei und es ist dem Landeskomitee auch gelungen, alle Jugendgruppen, die sich zur zionistischen Organisation bekannten, in einem Jugendverband, der als Sonderverband anerkannt wurde, zusammenzufassen. # Ende 1928 fand in Wien durch die Initiative des österreichischen Landeskomitees eine Konferenz der meisten mitteleuropäischen zionistischen Verbände statt, die das Bedürfnis einer interterritorialen Arbeitsgemeinschaft dieser Länder zum Ausdruck brachte. 351