Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 337)
- Language
- German
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Eurejskaja Tribuna, zweimonatlich. Diese erscheinen in bulgarischer Sprache. Ferner ,,Hatikwah" und. „El Judio'' in judeo-spanischer Sprache. In der Berichtszeit besuchte Herr Sokolow Bulgarien während der Purimfeiertage 5688 und hielt Ansprachen in Sofia und Plovdiv. Sein Besuch hat auf die ganze bulgarische Judenheit einen gewaltigen Eindruck gemacht. Ferner besuchte der Delegierte des Keren Hajessod, Herr I. I. Cohen, Jerusalem, Bulgarien. Die 17. Jahreskonferenz der Föderation wurde im Oktober 1928 in Sofia abgehalten. Die Konferenz beschäftigte sich u. a. mit der Ansiedlung bulgarischer Juden in Kubisba, Erez-Israel, auf dem Boden des Nationalfonds. Es ist zu hoffen, daß im nächsten Frühjahr 30 Familien in Kubisba angesiedelt werden können. In der Berichtszeit wurde für verschiedene zionistische Fonds insgesamt die Summe von Levas 4 134 037 aufgebracht. Canada. Die Stärke des Zionismus in Canada kann durch keine Tatsache besser illustriert werden als durch den Enthusiasmus, mit welchem die Juden Canadas die große Verantwortung auf sich genommen haben, die Summe Geldes aufzubringen, die für den Ankauf von 50 000 Dunam im Emek Ilascharon durch den Keren Kajemeth erforderlich ist. Die letzte Convention der canadischen Juden fand am 10. Juli 1927 in Winnipeg statt. Nach einer Bede von Herrn Ussischkin wurde beschlossen, den erforderlichen Betrag aufzubringen. In nicht ganz zwei Jahren hat die canadische Judenschaft $ 300,000.— aufgebracht. Dies muß als ein großer Erfolg angesehen werden, wenn man in Betracht zieht, daß die canadischen Juden auch tätigen Anteil an der Arbeit unserer anderen Fonds nehmen und daß jede Geldsammlung in diesem riesigen Lande großen Schwierigkeiten begegnet. Es gilt jedoch für Canada, daß die Zionistische Organisation in den Augen der Juden wie auch der Nichtjuden das lebendige und starke Band darstellt, das die canadische Judenschaft miteinander verbindet. Das zeigt sich am besten darin, daß es in Canada keine Antizionisten — im schlimmsten Falle ein paar lauwarme; Zionisten — gibt. In der Berichtszeit hat die canadische Organisation — außer der erwähnten Verpflichtung — auch mit einer Kampagne für den United Palestine Appeal begonnen. Diese Kampagne erwies sich als ein großer Erfolg. Sie belebte die zionistische Aktivität in jeder Weise und brachte den zionistischen Standard auf eine Höhe wie nie zuvor. Dies zeigt sich am besten in der Tabelle, die das Gesamteinkommen der zionistischen Federation seit dem Jahre 1899 gibt. In der Berichtszeit wurde Canada im Jahre 1928 von Dr. Schmarjahu Levin besucht, welcher das ganze Land für den United Palestine Appeal bereiste und mit Unterstützung von Rabbi I. L. Zlotnik, dem Generalsekretär der canadischen Organisation, große Erfolge errang. Im Jahre 1929 Avurde die Kampagne für den UPA. in Montreal durch Col. Kisch eröffnet, der auch Toronto besuchte, und später durch die Herren Maurice Samuel und Rabbi Zlotnik fortgesetzt. Es steht uns bis jetzt noch kein Zahlenmaterial zur Verfügung, um den Erfolg der diesjährigen Kompagne beurteilen zu können, allein die canadische Juden- 332