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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 329

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 329 (sequence 334)
Language
German
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IRI
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in verschiedenen australischen Städten sehr stark besuchte öffentliche Versammlungen statt. Es waren machtvolle Kundgebungen, die deutlich das wachsende Interesse an Palästina zeigten. In Melbourne und Sydney benutzten die Assimilanten die Gelegenheit für eine aktive antizionistische Propaganda. Der Keren Hajessod-Film ,,Das neue Judäa" wurde gelegentlich Dr. Goldsteins Besuch nach Australien gebracht und in verschiedenen Städten, auch Neu-Seelands, aufgeführt. Der Film ist noch weiter in Gebrauch. Herr Jacoby besuchte Australien namens des ,,Ort Oze" und ,,Emigdirect" und sammelte Gelder für diese Organisationen. Viele einzelne Zionisten halfen ihm dabei; es war dies eine Energiezersplitterung und Ablenkung von zionistischer Arbeit. Das wichtigste propagandistische Ereignis Avar ein Vortrag von Sir John Russell, den er in Sydney gelegentlich eines ihm zu Ehren gegebenen Essens hielt. Vor einem großen Publikum, das in seiner Mehrzahl aus Nichtzionisten bestand, sprach er über seine Eindrücke aus Palästina. Sir Alfred Davies sprach im Februar 1929 in einer Melbourner Versammlung über jüdische Siedlungen Palästinas, ,,wie ich sie bei der Arbeit sah". Seine anfeuernde Rede hatte großen Propagandawert. Die wichtigsten jüdischen Zeitungen Australiens sind: ,,The Australian Jewish Herald" (Halbmonatsschrift von Melbourne) mit zionistischen Tendenzen, jedoch einer allgemeinen neutralen Politik; ,,The Australian Jewish Chronicle" (Halbmonatsschrift von-Sydney) mit ausgesprochener zionistischer Einstellung; „The Australian Hebrew Standard" (Sydneyer Wochenblatt), scheint bezüglich, Zionismus keine klare Politik zu haben. Es gibt kein offizielles zionistisches Organ in Australien, eine der größten Rehinderungen zionistischer Arbeit. Die Geldaufbringung für Palästina ist noch nicht durch die Zionistische Föderation Australiens konzentriert worden, und die Gelder Averden noch direkt von jeder Stadt überwiesen. Dies bezieht sich sowohl auf Keren Hajessod wie auch Keren Kajemeth und Schekalim. Es ist zu hoffen, daß diese Tätigkeitsgebiete demnächst zusammengefaßt werden. Der Zionismus hatte nur einen geringen Einfluß auf die erzieherische und kulturelle Arbeit unter der jüngeren Generation, doch ist zu hoffen, daß es hierin zu einer Änderung in der nächsten Zukunft kommen wird. Ein hebräischer Sprachklub (Iwriah) besteht in Melbourne, und hebräische Vorträge werden in Perth dank den Einwanderern aus Palästina gehalten. Als 1927 die ersten Immigranten aus Palästina nach Australien kamen, schufen sie eine antizionis tische; Atmosphäre, wie es auch in anderen Ländern geschah, doch sind sie inzwischen aktive zionistische Mitarbeiter geworden. Einige von ihnen sind bereits Avieder nach Palästina zurückgekehrt, andere hoffen es bald tun zu können. Es ist dies eine sehr bedeutsame EntAväcklung, die geeignet ist, einen sehr vorteilhaften Eindruck auf die jüdischen Einwohner; Australiens zu machen. Die Zionistische Föderation Australiens ist der jüngste der bestehenden zionistischen Verbände. Obwohl in Australien beträchtliche Geldbeträge für die Palästina-Arbeit aufgebracht wurden, befindet sich der 329

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