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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 289

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 289 (sequence 294)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054582--2293-9055746
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fessor Brodetsky gebildet, der die Frage untersuchen sollte, ob und in welchem Umfange ein systematischer Lehrbetrieb in der ersten Entwicklungsphase der Universität eingeführt werden könne. Auf Grund -der Vorschläge dieses Ausschusses beschlossen der Akademische Rat und das Kuratorium auf ihrer letzten Sitzung im Juni 1928 die Einführung eines systematischen akademischen Unterrichts in der geisteswissenschaftlichen Fakultät unter Einhaltung gewisser Kautelen, die darauf abzielten, -das wissenschaftliche Niveau der Anstalt sicherzustellen. Es wurde festgelegt, daß nur diejenigen Studenten zu den Unterrichtskursen zugelassen werden sollten, die genügend vorgebildet und befähigt" sind, einen intensiven Studiengang durchzumachen, daß Unterrichtskurse nur in den Gegenständen abgehalten werden, für die Lehrer von Universitätsrang zur Verfügung stehen .und daß ein systematischer Anfängerunterricht in keinem Hauptfach begonnen werden darf, ehe nicht ein Professor und ein ausreichender Lehrstab ernannt sind und die für die Durchführung von Forschungsarbeiten notwendige Einrichtung angeschafft worden ist. Im Sinne dieser Beschlüsse wurde durch Verbindung des Judaistischen und Orientalistischen Instituts und unter Hinzufügung allgemeiner Kurse über Philosophie, Geschichte und Literatur eine geisteswissenschaftliche Fakultät geschaffen. Das derzeitige Entwicklungsstadium ■der verschiedenen naturwissenschaftlichen Institute schien hingegen die sofortige Einführung eines Anfängerunterrichts in diesen Fächern noch nicht zu rechtfertigen. Aus diesem Grunde beschloß man, zunächst den Ausbau des mathematischen und physikalischen Institutes fortzuführen und durch Erweiterung der anderen naturwissenschaftlichen Institute die allmähliche Entwicklung einer allumfassenden naturwissenschaftlichen Fakultät vorzubereiten. Man hofft, den Lehrbetrieb in der naturwissenschaftlichen Fakultät nicht später als 1932 eröffnen zu können. Im Sinne dieser Beschlüsse wurden zu Beginn des Wintersemesters 1928/29 Vorlesungskurse in der geisteswissenschaftlichen Fakultät eröffnet. Außerdem wurde im Orientalistischen Institut eine Präparandie geschaffen, in welcher die arabische Sprache und die Geschichte der mohammedanischen Kultur gelehrt werden. Die Gesamtzahl der Voll- .Studenten in der geisteswissenschaftlichen Fakultät betrug während des Wintersemesters 1928/29 166. Davon stammte die eine Hälfte aus-Palästina, die andere aus dem Auslande, vornehmlich aus Polen, Rußland und Rumänien. Elf Studenten kamen aus den Vereinigten Staaten. Die Fortbildungskurse für einen weiteren Hörerkreis, die in den vorhergehenden Jahren eingeführt worden waren, wurden weiterausgebaut. Unter der Leitung des Instituts für die Naturgeschichte Palästinas wurden Kurse für Lehrer über die einheimische Flora in Jerusalem, Jaffa, Samaria, dem Emek und Galiläa abgehalten. Ähnliche Fortbildungskurse wurden von Mitgliedern des Professorenkollegiums der Universität in der Arbeiterhochschule über Geschichte und Philosophie, in <ler Jüdischen Medizinischen Gesellschaft von Jerusalem über „Neuere Fortschritte auf dem Gebiete der Epidemiologie" und in der Gesellschaft für naturwissenschaftliche Studien in Haifa über eine Anzahl naturwissenschaftlicher Probleme abgehalten. 19 289

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