Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 229)
- Language
- German
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gestalten und sie den Möglichkeiten des lokalen Materialienmarktes anpassen konnten. Alle Eisenausführungen in den Wirtschaftsgebäuden wurden standardisiert, und viele private Bauunternehmer in den Dörfern haben die von uns eingeführten Typen übernommen. Als Beispiel mag u. a. die Tatsache erwähnt werden, daß wir Aufträge auf genormte 1100 Fenster, 450 Türen und 227 Geflügelstallteile vergeben haben. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Frage, welches Baumaterial zu benutzen sei, zugewandt. Die Erfahrung hat uns gezeigt, daß unsere Wirtschaftsgebäude im allgemeinen rationell sind, d. h. sie erfüllen ihren Zweck, die Reparaturkosten sind gering und die Baukosten angemessen. Bei der Errichtung von Wohnhäusern wurde hinsichtlich des Baues von Mauerwerk, das den klimatischen Verhältnissen entspricht, noch keine Lösung gefunden. Es ist zu bedauern, daß noch keine andere Organisation in Palästina sich in ausreichendem Maße mit dieser Frage beschäftigt hat. Herr Reiser besuchte im vergangenen Sommer verschiedene europäische Länder und stellte dort speziell Untersuchungen zur Frage der verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten leichter Zementsorten an. Dieses Material könnte für Palästina vorteilhaft sein. Es ist zu hoffen, daß sich in Verbindung mit der Entwicklung des Baues von Wohnhäusern in den Dörfern Unternehmer bereitfinden, diese Methode in Palästina einzuführen. In zwei Kwuzoth bauten wir fünf Häuser mit Steinmauern; jedoch waren ihre Kosten viel höher als die der gewöhnlichen Zementhäuser, trotzdem die Steine alten Gebäuden am Orte entnommen werden konnten. Auch der Frageder sanitären Einrichtungen in unseren Siedlungen wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In den Malaria-Gegenden bauen wir jetzt alle neuen Häuser mit Mückenschutz wänden an Türen und Fenstern, während im Jordantal ein besonderer Typ von Häusern eingeführt wurde, bei dem die Siedler auf dem Dach schlafen können: über' diesem befindet sich nämlich noch ein zweites Dach, während es ringsherum durch Mückenschutzwände abgeschlossen wird. In sechs Siedlungen wurden außerdem Toiletten und Duschräume gebaut. Wir haben ferner den Verein der Ingenieure und Architekten aufgefordert, aus seinen Mitgliedern ein Komitee zu bilden, das uns seine Meinung über die von uns ausgeführten Arbeiten sagen und uns in unserer zukünftigen Tätigkeit beraten soll. Dieses Komitee wurde aus den Ingenieuren Badian, Pasowsky und Kornberg gebildet; diese Herren besuchten im Jahre 1928 gemeinsam mit unserem Ingenieur Herrn Reiser eine große Anzahl unserer Siedlungen. Sie erstatteten einen Bericht an das Departement, in dem Ratschläge erteilt wurden, die wir uns in unserer weiteren Arbeit zunutze machen werden. Aus den Feststellungen ihres Berichtes führen wir den folgenden Abschnitt auf:;,Das Komitee hatte Gelegenheit, die Entwicklung der Bauten in den Siedlungen von ihrem Beginn an bis zu diesem Jahre zu untersuchen und Vergleiche bezüglich der in den verschiedenen Siedlungen eingeführten Veränderungen in den Bauten anzustellen. Auch war die Möglichkeit zu Vergleichen zwischen der Bautätigkeit der Zionistischen Exekutive und der andere]- Siedlungs-Organisationen gegeben. Das Komitee hält es für seine Pflicht, festzustellen, daß ein deutlicher Fortschritt in der Bautätigkeit der Zionistischen Exekutive zu bemerken ist und daß man merkt, daß hier 22//