Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 223)
- Language
- German
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17. Liquidierung von Siedlungen. Eine Anzahl kleiner Siedlungen, die keine Möglichkeit hatten, selbsterhaltend zu werden, wurden liquidiert und ihr Inventar auf andere Siedlungen verteilt. Es waren dies die kleinen Siedlungen Tireh sowie die Reste der Kolonien Ruschmieh auf dem Karmel und Har Kinnereth. Die finanzielle Unterstützung der Siedlung Hulda sowie der Mädchenfarm in Chedera wurde eingestellt. Für die Aufrechterhaltung und den vollständigen Ausbau der Mädchenfarm waren keine Mittel vorhanden. Zur Reratung über die Lage in Hulda wurde eine Kommission eingesetzt; der Rericht der Majorität stellte fest, daß nicht genügend Roden oder Wasser zum Ausbau einer selbsterhaltenden Siedlung vorhanden sei; infolgedessen wurde beschlossen, dieser alten Kolonie keine weitere finanzielle Unterstützung zu gewähren. 18. Schulgebäude. Es sind zum ersten Male gewisse Fortschritte in der Errichtung von Schulen in den Siedlungen gemacht worden. In der Chassidischen Kolonie wurde aus den Mitteln des Goldstein- Legates eine moderne Schule gebaut. Für Kfar Raruch stiftete Herr Zentler aus Rumänien £ 1200 zum Rau einer Schule und einer Synagoge. In Kfar Jecheskel wird aus den Mitteln des Kozminsky-Legates (£ 500) eine Schule gebaut werden. In Nahalal und Nachliel (Jemeniten-Siedlung) werden aus speziellen Mitteln kleine Schulen errichtet. Ferner werden Pläne für den Rau von Schulen in unseren Siedlungen aus den Mitteln der Nissim-Stiftung (£ 3000) erwogen. e) Neue Entwicklung. 19. Neue Siedlungen. a) Ramataim. Diese neue Siedlung in der Nähe von Magdiel ist im Jahre 1928 aus speziellen Mitteln des holländischen Keren Hajessod errichtet worden. Es wurden 13 Siedler auf Privatboden angesiedelt. Die Siedlung ist nach genau vorbereiteten Plänen aufgebaut worden. Der Hauptteil des Darlehens wurde erst nach Unterzeichnung der Verträge ausgegeben. Etwa 75 % des Darlehens wurde im Laufe des Jahres 1928/29 ausgegeben; jeder Siedler bepflanzte 8—10 Dunam mit Orangen, baute ein Haus, einen Vieh- und einen Geflügelstall und kaufte zwei reinrassige Kühe, ein Maultier, Geflügel und Ausrüstung. b) Kfar Baruch und Magdiel. In Kfar Baruch wurden mit Hilfe spezieller von der rumänischen Organisation zur Verfügung gestellter Mittel weitere fünf rumänische Familien angesiedelt. In Magdiel wurden drei Familien des „Rosenblum-Estate" (?) gemeinsam durch das Departement und den Jüdischen Nationalfonds angesiedelt. c) Beth Schearim (bei Nahalal). Diese kleine Siedlung von sechs Familien, die von der Zionistischen Organisation in Jugoslawien begründet wurde, ist von dieser der Obhut unseres Departements übergeben worden; 218