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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 208

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 208 (sequence 213)
Language
German
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IRI
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c) Lage der Siedlungen. 7. Ernteverhäitnisse. Das Jahr 1926/27 war ein bedeutsames Jahr für die Siedlungen. Die im Emek und im Jordantal erzielten Ernteerträge waren überdurchschnittlich. Die Mehrzahl der Siedlungen besaßen am Ende des Jahres große Vorräte an Getreide. Die Defizite dieses Jahres betrugen nur einen Bruchteil derjenigen, in den vorhergehenden Jahren. Eine Anzahl von Siedlungen erzielten Überschüsse. Das Jahr 1927/28 brachte unseren Siedlern eine schwere Enttäuschung: 16 Siedlungen hatten unter sehr starker Dürre zu leiden. Die üblichen Winterregen betrugen in dem Gebiet östlich von Afule und im Jordantal etwa 60 °/o des normalen Regenfalles; der Spätregen fiel völlig aus. Die Stationen im betroffenen Gebiet zeigten die folgende Statistik: Normal*) 1927/28 1928/29 (bis' 31. 5.) (bis 15. 3.) (bis 31. 5.) (bis 15. 3.) Beisan etwa 300,0 mm 149,4 mm 149,5 mm 352,7 mm Tiberias etwa 440,6 mm 268,6 mm 272,9 mm 737,6 mm Die Siedlungen im Jordantal und im östlichen Nurisblock verloren zwischen 75 und 100% ihrer Ernten; in West-Nuris betrugen die.Verluste 50 bis 75%, in der Gegend von Afule etwa 50°/o. Winter- und Sommergetreide wurden im gleichen Maße betroffen. Auch die Ernten von unbewässerten Obstbäumen, Wein, Ölbäumen usw. litten schwer und ergaben weniger als die Hälfte des normalen Ertrages. Die Verluste waren sehr bedeutend und können auf £ 30.000 geschätzt werden. In den meisten Siedlungen des Dürregebietes reichten die Erntevorräte nur für wenige Monate aus; im Oktober 1928 waren die Vorräte an Weizen, Gerste und Hafer für den Lebensunterhalt der Siedler und die Erhaltung ihres lebenden Inventars völlig erschöpft. Das laufende Jahr wird wahrscheinlich wieder ein gutes Jahr sein. Die Winterregen fielen rechtzeitig und reichlich. In verschiedenen Teilen des Landes litt das Getreide sogar durch zuviel Regen; vom März an entwickelt es sich jedoch im allgemeinen ausgezeichnet. Der Spätregen fiel zur rechten Zeit, und es kann eine überdurchschnittliche Ernte erwartet werden. Besonders das frühzeitig gesäte Getreide ist in guter Verfassung, 8. Selbstunterhaltende Siedlungen. Einige unserer Siedlungen haben sich als selbstunterhaltend erwiesen, d. h. sie decken aus ihren normalen Einkünften alle regulären Ausgaben einschließlich der Wertminderung und haben (abgesehen von dem Dürrejahr) in den letzten drei Jahren keinerlei Unterstützung seitens der Exekutive erhalten. Es handelt sich hier um die Kleinbauernsiedlungen: Nahalal, Kfar Jecheskel, Ben Schemen und Ataroth sowie die vier Kwuzoth: Dagania A, Gan Schmuel, Kirjath Anawim und Ginegar. Einige dieser Siedlungen werden noch Anleihen zur Fertigstellung ihrer Gebäude für kleine Vervollständigungen ihrer Ausrüstung erhalten. *) Schätzung auf Grund der Regenfälle des Jahres 1926/27, da nur Daten für zwei Jahre, wovon eines ein Dürrejahr war, verfügbar sind. 20S

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