Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 205)
- Language
- German
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4. Das Unternehmeramt in den Kolonien. Laut Rechenschaftsbericht des Unternehmeramtes für öffentliche Arbeiten in den Kolonien „Jachin" wurden durch das Amt im Jahre 1927/28 1365 Dunam verschiedene Pflanzungen angelegt; der Geldbetrag dieser Arbeiten war £ 17 500. Die Gesamtpflanzungsflache, die das Amt im. Jahre 1928/29 zur Bearbeitung übernommen hat, beträgt 1500 Dunam, der Geldbetrag der Arbeiten £ 25 000. Die Durchschnittszahl der durch „Jachin" beschäftigten Arbeiter ist 250. Der Durchschnittsjahreslohn der Arbeiter pro Arbeitstag beträgt 237 Mil für ständige Arbeiter und 263 Mil für Saisonarbeiter. Der Reingewinn Ende 1928 betrug £ 970 (die Bilanzen des Amtes wurden durch unsere Rechnungsabteilung geprüft). Während der zwei Jahre liehen wir dem Amt den Betrag von £ 385 zwecks Erwerb eines Traktors; im Jahre 1928/29 begann das Amt, mit Teilzahlungen zur Begleichung der Schuld. 5. Fachausbildung und Eindringen in verschiedene Arbeitszweige in den Städten. Durch unseren Einfluß regten wir verschiedene Institutionen außer uns zu Tätigkeit in dieser Richtung an. In Jerusalem, Tel-Awiw und Haifa wurden aus Jointgeldern „Konstruktive Kommissionen' an der Seite der Gemeineden zu diesem Zweck gegründet, die Anleihen zur Anschaffung von Arbeitsgeräten und Erlernung eines Faches speziell im Baufach gewährten. In dieser Krisenzeit war der Einfluß auf die Lage der Facharbeiter in den Baufächern groß. Einerseits waren wir Zeugen einer Auswanderung guter Baufacharbeiter und andererseits verstärkte sich unter den halbgelernten Arbeitern das Bestreben, sich auszubilden und den Baumarkt zu erobern, auch den nichtjüdischen Baumarkt. Der jüdische Facharbeiter erhält auf dem nicht jüdischen Arbeitsmarkt denselben Preis pro Arbeitseinheit (Meter Steinmetzarbeit, Quadratmeter Bauarbeit, Pflasterung usw.) Avie der arabische Fachlärbeiter. In den Betonarbeiten nimmt der jüdische Arbeiter dank seiner technischen Befähigung und des Besitzes von Maschinen den ersten Platz ein. Die Arbeiter übernehmen diese Arbeiten in Akkord. Die Arbeiteranleihekassen, die seinerzeit mit unserer Hilfe begründet, wurden, geben dem Arbeiter den nötigen Kredit zum Erwerb dieser Maschinen. In der Steinmetzarbeit stehen wir vor Arbeitermangel. Dagegen können wir in der Steinhauarbeit keine Fortschritte verzeichnen. Die Steinbrucharbeit zur Vorbereitung von Chausseebaumaterialien oder für den Chausseebau selbst erfordert nur eine begrenzte Zahl von Arbeitern. Die Hauptarbeit, die eine große Anzahl von Arbeitern beschäftigt, ist die der Vorbereitung von Bausteinen; allein in dieser Hinsicht ist die Situation der jüdischen Steinbrucharbeit sehr schlecht. Wir haben zwar viele Arbeiter, die diese Arbeit beherrschen, allein die Bedingungen für eine menschenwürdige Existenz sind nicht vorhanden. Der Steinhauerverband in Jerusalem zählt 180 Mitglieder, die alle die Arbeit sehr gut verstehen. Allein die Konkurrenz der arabischen Steinhauer >;ereitelt alle Mühe des jüdischen Steinhauers. 200