Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 203)
- Language
- German
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Arbeiter in der Kolonie eine Verwurzlung auf dem Boden zu ermöglichen. Während dieser zweier Jahre wurden mit unserer und des N. F. Beteiligung die Wasser-Installation an verschiedenen Arbeidersiedlungspunkten eingerichtet sowie in den früheren Jahren errichtete beschädigte Baracken wieder hergerichtet. In der ökonomischen Lage der Koloniearbeiter ist in den zwei Jahren eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen. Viele früher zeitweilig beschäftigte Arbeiter fanden Dauerstellungen in verantwortlicher Arbeit in Plantagen. Auch diejenigen, die noch nicht in Dauerjahresarbeit beschäftigt sind, arbeiten doch zumeist das ganze Jahr, denn die tote Saison wurde dadurch verkürzt, daß die Anpflanzung junger Plantagen nicht nur mehr im Frühjahr, sondern auch im Sommer geschieht. Die Koloniearbeiter sind mehr mit den Kolonien verbunden, in denen sie arbeiten und ihr Bestreben, dort festen Fuß zu fassen, machte sich in Gründung von Gruppen zwecks intensiver Ansiedlung am Bande der Kolonien bemerkbar. Die Arbeiter ersparten Gelder, um die erste Verknüpfung mit dem Boden zwecks zukünftiger Ansiedlung zu erreichen. Die Summe der Depositen zu diesem Zweck beträgt £ 10.000. Die Zahl derartiger Gruppen beträgt 14 mit 1000 Mitgliedern(Familienvätern, die mit landwirtschaftlicher Arbeit in den Pflanzungskolonien vertraut sind). In Bechowoth kam der Kauf von 650 Duriam durch den N. F. für 50 Familien der Gruppe für intensive Ansiedlung bereits zum Abschluß. Die Bank für Hypothekenkredit bestätigte für die Gruppe bereits Bauanleihen. Und nach Vollendung der Wasserinstallation durch den N. F. werden die Genossen der Gruppe, zur Errichtung der Bauten auf ihrem Boden schreiten. Auch die Gruppen, die anfangs auf dem Boden mit unserer Hilfe sich angesiedelt hatten, machten durch eigne Anstrengung gute Fortschritte. Die Arbeitergruppe auf dem ,,Givath Haschloschah" und die Vorbereitungsgruppe in Petach Tikwah pflanzten aus eigener Initiative einen Orangengarten von 75 Dunam Fläche und die Gruppe Schiller in Bechowoth pflanzte ebenfalls 20 Dunam Orangen und Bananen. Die mit unserer finanziellen Hilfe und der des N. F. gegrabenen Brunnen gelangen in außergewöhnlichem Maße und die Fülle des Wassers gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und in Petach Tikwah auch Wasser an benachbarte Plantagenbesitzer zu verkaufen. Eine Gruppe von 30 alten Arbeitern in Petach Tikwah erwarb aus eigenen Mitteln unter Beihilfe des N. F. eine Anleihe für die Wasserinstallation. Die gelungene Wasserinstallation ermöglichte es ihnen, .auf den Boden zu gehen und sie schritten zur Bepflarizung ihres Stück Bodens mit Orangen. In den letzten Tagen bewilligte ihnen die palästinensische Kreditbank eine Anleihe von £ 50 pro Kopf zur Errichtung einer Hilfswirtschaft. Wenn wir auch eine teilweise Besserung in der ökonomischen Lage der Koloniearbeiter im ganzen verzeichnen können, so doch nicht eine Vergrößerung ihrer Zahl, zu einer Zeit, in der die Orangenfläche in der Berichtsepoche um 17 000 Dunam und mehr stieg. Im Frühjahr 1927 betrug die Zahl der jüdischen Arbeiter in den Kolonien 5200 und jetzt 5750; nach diesen Zahlen stieg die Zahl der Koloniearbeiter um 550, allein tatsächlich war der Entwicklungsprozeß 198