Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 187)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9038125-9054582--2186-9055639- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ringen zur Einwanderung in diesem Augenblick geeignet wären. Als Resultat dieser Untersuchung wandte sich die Zionistische Organisation an die palästinensische Regierung mit dem Antrage die Einwanderung von 44 dieser Flüchtlingsfamilien (107 Seelen) zu gestatten. In 17 Fällen (64 Seelen) wurden die Anträge abgewiesen, weil die Kandidaten für die Einwanderung nach Palästina in diesem Augenblick nicht geeignet seien. Es wurde angeordnet, daß die Flüchtlinge vor ihrer Einwanderung nach Palästina sich einer medizinischen Kontrolle zu unterziehen hätten. Der Flüchtlingsausschuß des Völkerbundes hilft diesen Flüchtlingen durch Erstattung der Reisekosten nach Palästina und durch angemesssene Unterstützung bei ihrer Ansiedlung im Lande. 10. Die Berufsausbildung der Chaluzim im Ausland. 1. Trotz Unterbrechung der Ghaluzeinwanderung während der Krisenjahre in Palästina wurde die Tätigkeit der Berufsausbildung der Chaluzim im Auslande nicht unterbrochen. Tausende von Chaluzim wurden in körperlicher Arbeit, landwirtschaftlichen und in verschiedenen Berufen für die Übersiedlung nach Palästina ausgebildet im Vertrauen und Glauben an die Erneuerung der Einwanderung. Die Ausbildungsarbeit geschieht in erster Reihe durch die Weltorganisation Hechaluz, die in Polen, Galizien, Rumänien, Deutschland; Tschechoslowakei, Litauen, Lettland, Österreich und Bulgarien arbeitet. Außerdem existieren Vorbereitungsgruppen der „Hechaluz-Hamisrachi" in Deutschland, eine Organisation auf den Namen Trumpeldor in Lettland, ein Chaluzverband in Holland usw. In Polen führte die Organisation „Haschomer-Hazair" ihre Vorbereitungstätigkeit bis in die letzte Zeit hinein selbständig durch; allein auf der letzten Konferenz des „Hechaluz" in Polen im Februar wurde sie mit der des allgemeinen „Hechaluz" zusammengelegt. Die Vorbereitungstätigkeit zerfällt in folgende Zweige: a) Landwirtschaftliche Siedlungen: Derartige Siedlungen existieren in Polen, Rumänien, Litauen, Lettland, Tschechoslowakei und Bulgarien; sie gehören dem „Hechaluz ". Der Boden ist für viele Jahre gepachtet, zumeist von jüdischen Institutionen (Gemeinden u. dgl.). b) Ständige Arbeiter g ruppen: Derartige Gruppen existieren für ungelernte und gelernte Arbeiter in Fabriken und handwerklichen Betrieben (Schlossereien, Tischlereien, Sägewerke usw.). c) S a i s o n - V o r b e r e i t u n g s g r u p p e n : Gruppen von Chaluzim, die in landwirtschaftlicher Vorbereitung nur in den Arbeitsmonaten im Sommer tätig sind. Im Winter existieren die Gruppen nicht und die Chaluzim kehren zurück an ihre Orte oder sind in Einzelarbeit beschäftigt. 182