Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 30)
- Language
- German
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bundes sowie die meisten führenden Journalisten, die beim Völkerbund akkreditiert sind, kamen, hat auf die Erschienenen einen großen Eindruck gemacht. Es wurde beschlossen, einige Teile unseres Films in den allgemeinen Propagandafilm des Völkerbundes aufzunehmen. In unserem Büro, das in der nächsten Nähe des Völkerbundes gelegen ist, bekommen wir immer häufiger Besuche sowohl von Beamten des Völkerbundes, der Mitglieder der Permanenten Mandatskommission, der Journalisten, wie der verschiedenen jüdischen und ni cht jüdischen Persönlichkeiten, die in großer Zahl nach Genf kommen, um sich an der Arbeit des Völkerbundes zu beteiligen oder Einsicht in diese Arbeit zu bekommen. So entwickelt sich allmählich unsere Vertretung in Genf zu einem nicht unbedeutenden Mittel für unsere politische Propaganda. — VVichtig ist schon an sich die Tatsache unserer „organisierten Anwesenheit" in dieser heute vielleicht wichtigsten Stätte der internationalen Betätigung, unsere ständige Präsenz bei allen wichtigsten Tagungen des Völkerbundes, unser sich immer intimer gestaltender Verkehr mit seinen Organen. In denselben Bahnen — der Befestigung der eroberten Positionen und ihrer weiteren Entwicklung — verlief unsere Arbeit in Frankreich. Manche wertvollen neuen Beziehungen wurden angeknüpft und wir können mit großer Befriedigung feststellen, daß, ebenso in offiziellen wie in verschiedenen anderen Kreisen der französischen öffentlichen Meinung, der Frage der Wiederaufrichtung des jüdischen Nationalen Heimes in Palästina nach wie vor aufrichtiges Interesse und sympathisches Verständnis entgegengebracht wird. Auch in Frankreich konnten wir dies besonders bei der Aufrollung der Frage unserer, internationalen Anleihe konstatieren. Als sehr interessante äußere Zeichen dieses wohlwollenden Interesses möchten wir folgende zwei Tatsachen erwähnen : Die Festsetzung eines Betrages im Budget des französischen Auswärtigen Amtes für ein Stipendium zugunsten eines palästinensischen Studenten und das wohlwollende Gutachten des Direktors der Ecole des langues orientales vivantes" in der Frage der Anerkennung der hebräischen Sprache, als eine der Sprachen, die von nun an bei den Prüfungen für das Baccalaureus zulässig werden dürfte. Die Frage wurde von dem Ministerium „des Unterrichts aufgenommen und wird hoffentlich bald günstig entschieden werden. Die Gesellschaft , France-Palestine" entwickelt sich sehr günstig. Die von diesem ,,Comité français des Amis du Sionisme" begründete Zeitschrift ,,Palestine" ist schon in ihrem zweiten Jahrgange. In diesem Jahre hat die Zeitschrift einen neuen Titel angenommen : ^Palestine, Nouvelle Bévue Juive, Revue internationale" —, um ihr dreifaches Arbeits- und Interessengebiet zu kennzeichnen. Dem Beispiel der ,,France-Palestine" folgend, haben sich neue wichtige Vereinigungen' dieser Art gebildet: in England — unter dem Vorsitz von Lord Cecil und in Belgien unter dem Vorsitz des früheren Außenministers Herrn Emil Vandervelde. Deutschland. Neben der France Palestine" hat das deutsche Pro Palästina-Komitee eine sehr rege Tätigkeit entwickelt. Es gelang dem Komitee, mehrere sehr sympathische Kundgebungen der Reichsregierung zu veranlassen. Eine