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Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency · 1935-08-01 · 8.1935 · p. Seite 365

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Journal
Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
Volume
1935
Issue
8.1935
Date
1935-08-01
Page
Seite 365 (sequence 55)
Language
German
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3^5 schwer .gewesen, wäre nicht die Mithilfe der Siedler selbst hinzugekommen. Die Versuchsstation, die Instruktionsabteilung und die Siedler schufen gemeinsam die richtige Mischung von Theorie und Praxis. Während der Bauer auf dem Felde seine Arbeit tat, sammelte der Instruktor und der Gelehrte in der Versuchsstation das Material, untersuchte, erforschte und zog seine Schlußfolgerungen, und auf Grund dieser Tätigkeit gelang es in kurzer Zeit zu klaren Ergebnissen zu kommen. Diese Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung von Praxis und Lehre trat besonders deutlich in den Zeiten der Verzweiflung und Gefahr hervor, die sowohl durch Wetterunbilden wie durch Krankheiten und Schädlinge hervorgerufen wurden; dank der Zusammenarbeit und dem hartnäckigen Optimismus waren die Siedler in der Lage, alle Plagen und Hindernisse zu überwinden. Das Ergebnis aller dieser praktischen und Forschungsarbeiten ist das, daß die von uns geschaffene landwirtschaftliche Bevölkerung heut3 fähig ist, auf eigenen Füßen zu stehen und sich in normaler Weise weiter zu entwickeln, trotz aller gegenteiligen Ansichten der Zweifler, die sich diesem Werke gegenüber negativ äußerten. 2. Entwicklung der einzelnen Landwirtschaftszweige. a) Milchwirtschaft: i. Allgemeines. Die Milchversorgung der städtischen Bevölkerung erfolgte zu Beginn unserer Kolonisation in der Hauptsache durch die deutschen Kolonien in der Nähe der Städte sowie durch die arabischen Dörfer. Zwar fand sich die heimische Kuh auch in den galiläischen Kolonien, ihr jährlicher Milchertrag aber betrug 500—700 Liter und genügte gerade zur Ernährung des Kalbes und für die Bedürfnisse des Hauses und gelangte nicht auf den Markt. Von Anfang an waren wir gezwungen, eine Kuh zu suchen, die sowohl hinsichtlich der Widerstandskraft gegen Krankheiten als auch hinsichtlich ihres Ertrages geeignet war. In den deutschen Betrieben herrschte die reinrassige deutsche Kuh vor; dagegen wurden in der Nationalfondsfarm in Ben Schemen Kreuzungsversuche zwischen syrischer Kuh und ostfriesischem Bullen gemacht, die zu sehr guten Ergebnissen führten. Die Kühe, die während der ersten Jahre, hauptsächlich bis 1926, in unseren Siedlungen eingeführt wurden, stammten aus Syrien und die Aufzucht und Kreuzung wurden in der durch Ben Schemen vorgezeichneten Richtung durchgeführt. Erst in den im Jerusalemer Gebiet errichteten Siedlungen wurden Kühe aus Holland eingeführt, deren Preis zwar ein sehr hoher war (£P 100—120 pro Kuh), deren Ertrag jedoch auch die Kosten ihrer Versorgung und Pflege deckte. Sowohl von privater Seite wie von verschiedenen Körperschaften und in kleinem Ausmaße auch von uns wurden Versuche gemacht,

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