Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 331 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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33i e) Mißerfolge: Es ist unmöglich, diesen Abschnitt des Berichtes abzuschließen, ohne gewisse Mißerfolge an einigen Punkten zu erwähnen, die im Laufe der Zeit eintraten. Diese Mißerfolge haben uns Geld und die Siedler Kraft gekostet, aber wir haben aus ihnen auch gelernt, was zu tun ist, und wie man die Wiederholung solcher Vorkommnisse in Zukunft vermeidet. In Kfar Chittim, das jetzt völlig verödet liegt, haben wir zirka £P 40.000,— investiert, wobei die Ausgaben des Keren Kajemeth für Bewässerungsanlagen nicht mitgerechnet sind. Dieser Moschaw ist von seinen Siedlern, denen es an Kraft gebrach, um die Leiden des Aufbaus zu ertragen, verlassen worden, einmal deshalb, weil sie ihren Wirtschaftsbedarf nicht rechtzeitig erhielten, und ferner, weil es ihnen sowohl an einer guten Verbindung zur Stadt als auch an "Wasser mangelte. Wir hoffen jedoch, daß mit Hilfe der geologischen und geophysischen Untersuchungen, die wir in der letzten Zeit angestellt haben, und die die Auffindung von Wasser durch Bohrungen in einem zur Anlage einer Bewässerung genügenden Ausmaße erhoffen lassen, dieser Siedlungspunkt bereits in der nächsten Zeit neu belebt werden wird, sodaß die darauf verwandte Energie und Anstrengung nicht verloren sein wird. Auch in Kfar Gideon hielt ein Teil der Ansiedler den Prüfungen nicht stand und zerstreute sich, aber jene wenigen, die am Platze verblieben, hielten ihn mit ihren geringen Kräften aufrecht; auch hier hoffen wir, in der nächsten Zeit eine blühende, gesicherte landwirtschaftliche Siedlung gleich den anderen Punkten dieser Gegend einzurichten. Zwei Siedlungspunkte (Hulda und Kfar Uria) wurden während der Unruhen von 1929 zerstört. Hulda wurde nicht verlassen, sondern es wurde sein Neuaufbau durch den Kibbuz »Gordonia« begonnen, der während der ganzen Zeit dort geblieben ist. Der Boden von Kfar Uria befindet sich in Privathand, und zurzeit ist noch niemand da, um ihn auszulösen, weil noch Prozesse mit den Nachbarn wegen der Grenzen schweben.