Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 318 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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3i8 schule eröffnet, die zurzeit 40 Schüler zählt und sich bis zu einer Aufnahmefähigkeit von 150 Schülern entwickeln wird. In der landwirtschaftlichen Mädchenschule in Nahalal wurde ein neues großes Gebäude errichtet. Die landwirtschaftlichen Mädchen-Lehrfarmen in Talpioth bei Jerusalem und in Ajanoth bei Ness-Ziona wurden vergrößert. Die Landwirtschaftsschule Mikve-Israel vergrößerte und entwickelte sich bedeutend; sie umfaßt heute 230 Schüler aus dem Auslande und Kinder von Neueinwanderern. Die Landwirtschaftsschule für Kinder in Meir-Schfeja hat ihre Pflanzungsfläche vergrößert und die von ihr bearbeiteten Felder erweitert. Aus dem Nachlaß des verstorbenen Mr. Kadoorie wurde bei Kfar Tabor eine jüdische Landwirtschaftsschule eröffnet, die sich erfreulich entwickelt und zweifellos der landwirtschaftlichen jüdischen Bevölkerung, insbesondere in Galiläa und im Emek, großen Nutzen bringen wird. Das Jugenddorf Ben-Schemen entwickelte und vergrößerte sich erheblich und nahm vor allem Jugendliche aus der deutschen Einwanderung auf. Seitens der Kulturkommission der Arbeiterorganisation wurde die Schule Kfar Jeladim im Emek von neuem eröffnet. In Giwath-Haschloschah bei Petach-Tikwah wurde eine Bezirksschule errichtet. g) Mit Bedauern ist festzustellen, daß die Mehrzahl der jüdischen Siedlungen unter dem Mangel an bequemen Verbindungswegen zur Eisenbahn oder zu den Hauptlandstraßen zu leiden hat. Ganze Siedlungspunkte im Emek und im Scharon bleiben in den Regentagen völlig von den Verkehrszentren abgeschnitten und erleiden dadurch erheblichen Schaden. Die Regierung gewährt uns weder beim Aufsuchen und bei der Organisation passender Absatzgebiete im Auslande für die Erzeugnisse unserer Landwirtschaft noch bei der Erschließung des englischen Marktes sowie der Erlangung von Zollbefreiungen tatkräftige Hilfe. Die Anlegung des Katasters geht mit großer Langsamkeit vor sich,, und der jüdische Bodenbesitz befindet sich in ständiger Gefahr von Grenzübergriffen seitens der Nachbarn und wird von ungerechtfertigten Ansprüchen bedroht, die zu Gerichtsverfahren und unnötigen Ausgaben führen. Derartige Konflikte sind in größerer Zahl vor allem nach der Veröffentlichung des Pächterschutzgesetzes und der Beschränkungen für Boden-Transaktionen aufgetreten. Bei der hydrologischen Erforschung des Landes, insbesondere in den verödeten Gebieten des Negew, die Zehntausenden von ländlichen Familien Aufnahme gewähren könnten, ist die Tätigkeit der Regierung ebenfalls unbefriedigend. Es ist nur festzustellen, daß vier Siedlungen im Emek kleine Darlehen zur Auffindung von Trinkwasser erhielten und daß die Regie-