Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 316 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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316 merklich gelitten. Die Saison 1935 kann hinsichtlich der Saatfelder fast im ganzen Lande als gelungen bezeichnet werden. Die Getreidepreise stehen auf normaler Höhe, sodaß die Reinerträge der "Wirtschaften in diesem Zweige recht zufriedenstellend sein werden. b) Die Erträgnisse der Weinberge und der Obstpflanzungen, insbesondere die der bewässerten Pflanzungen, waren im Jahre 1934 gut. Sie fanden zu hohen Preisen Absatz, und es ist zu hoffen, daß auch in der jetzigen Saison der Verkauf des Obstes und der Weintrauben ein erfolgreicher sein wird. Es hat sich auch eine Tendenz zur Errichtung intensiver Wirtschaften in den Siedlungsplänen auf kleinen Bodenflächen entwickelt. c) Die Lage der Zitruspflanzungen war in der Saison 1933/34 eine recht stabile. Die Erträgnisse waren gut. Nach dem Auslande wurden zirka 5,500.000 Kisten Zitrusfrüchte versandt, und zwar 5,000.000 Kisten Orangen und 500.000 Kisten Zitronen und Grapefruit. Zwar waren die Preise zu Beginn der Saison niedrig, sie stiegen jedoch gegen Ende der Verschiffungsperiode, und der Durchschnittspreis einer Kiste Orangen am Baum belief sich auf 5,5 sh. Die Ergebnisse der Saison 1934/35 waren weniger gut. Es wurden 7,250.100 Kisten Zitrusfrüchte ins Ausland versandt. Die starken Regenfälle in der Pflücksaison und die schlechten Verbindungsmöglichkeiten, vor allem der Transport auf Schiffen unter sehr schlechten Bedingungen — all dies führte dazu, daß ein Teil der Früchte in beschädigtem und verfaultem Zustande auf den Markt kam. Der Durchschnittspreis der letzten Saison wird sich auf 4—4K sh pro Kiste am Baume belaufen. Die überstürzte Eile, mit der der Jischuw im Jahre 1934 (in dieser Saison wurden etwa 40.000 Dunam neue Pardessim gepflanzt) neue Zitruspflanzungen anlegte, verringerte sich im Jahre 1935 etwas, und es ist zweifelhaft, ob dieses Jahr mehr als 20.000 Dunam neue Pardessim gepflanzt werden. Die Aussichten für die Einnahmen aus diesem Wirtschaftszweige in der Periode 1935/36 sind nicht allzu erfreulich. Die starke Trockenheit, die im Frühjahr und zu Beginn des Sommers herrschte, bewirkte, daß 40—50 Prozent der Früchte abfiel. Dies macht den Pardeßbesitzern, die sich daran gewöhnt hatten, die Pardessim als gesicherte Einnahmequelle zu betrachten, große Sorge, und es besteht augenblicklich bei den Pflanzern eine starke Neigung, ihre Wirtschaften vielfältiger zu gestalten und der größeren Sicherheit wegen neue Wirtschaftszweige einzuführen, insbesondere nachdem die Preise der landwirtschaftlichen Produkte auf dem Binnenmarkte recht stabile sind, die palästinensische Produktion den ständig wachsenden lokalen Bedarf nicht befriedigt und der Import landwirtschaftlicher Produkte dauernd steigt, wie die folgende Tabelle beweist: