Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 423)
- Language
- German
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D. Die Internationale Zionistische Frauenorganisation. Der Einfluß der Internationalen Zionistischen Frauenorganisation macht sich in Palästina bemerkbar und ihre Arbeit beginnt ein integrierender Bestandteil beim Aufbau des nationalen Heims zu werden. Die Organisation hat sich in den letzten Jahren ausgedehnt und steht jetzt mit folgenden Ländern in Kontakt: Oesterreich, Australien, Südafrika, Bulgarien, Kanada, Tschechoslowakei, China, Aegypten, Estland, Frankreich, Finnland, Deutschland, Holland, Lettland, Litauen, Marokko, Neuseeland, Polen, Rumänien, Schweiz und Tunis. Seit dem 1. Oktober 1*923 wurden ungefähr £ 16,254.4.6 gesammelt. Eine neue Form der Arbeit des Verbandes war die von der Organisationssekretärin Fräulein Mechner in der Tschechoslowakei unternommene Propagandatournee. Auch in Frankreich und Holland wurde von Mitgliedern des Exekutivkomitees zu verschiedenen Zeiten persönliche Propaganda durchgeführt. Diese Versuche verliefen sehr erfolgreich und werden hoffentlich wiederholt werden können, denn durch sie kann die zionistische Idee in Kreisen verbreitet Averden, wo sie bis dahin unbekannt ist. Die Arbeit in Palästina hat die Erwartung übertroffen, mit denen sie begonnen wurde. Bei dem ersten Kinderwohlfahrtszentrum, das der Verband 1922 in Tel-Awiw eröffnete, mußte ein ständiger Kampf gegen Unkenntnis und Aberglauben, vor allem unter den jemenitischen Müttern, geführt werden. Aber die Kenntnis neuer hygienischer Methoden verbreitete sich schnell. Die Zahl der Besuche in der Klinik betrug in zwei Jahren 5455. Zwölf Monate später eröffneten Frauen aus Tel-Awiw mit lokal aufgebrachten Mitteln ein zweites derartiges Zentrum. An beiden Instituten sind dieselben Pflegerinnen tätig, da sie an verschiedenen Wochentagen geöffnet sind. Ein anderes Zentrum wurde durch eine Pariser Frauenvereinigung in Haifa eröffnet und die Frauen in Australien haben die Beträge für ein weiteres Zentrum aufgebracht und haben so das von Neuseeland so hochherzig begonnene Werk erweitert. Schließlich wurde in Jaffa das erste arabische Kinderwohlfahrtszentrum errichtet, wo auf ärztlichen Wunsch eine der Pflegerinnen des Verbandes regelmäßig assistiert. So trägt das Kinderwohlfahrtswerk gute Früchte sowohl zur Hebung des Gesundheitszustandes als auch in der Beförderung freundschaftlicher Beziehungen mit unseren arabischen Nachbarn in dieser wichtigen Angelegenheit. Das Mädchenhostel, das 1922 eröffnet wurde, führt eine wichtige Aufgabe durch, indem es einwandernden Mädchen die Möglichkeit zur Erlernung der Hauswirtschaft gibt. Das Haus ist stets voll. Es bestehen Pläne für die Reorganisierung der technischen und administrativen Seite des Hostel. Es sollen später den Absolventinnen der Kurse Diplome ausgestellt werden. Schließlich ist der langgehegte Traum einer landwirtschaftlichen Mädchenschule verwirklicht worden. Der KKL. hat in Nahalal 500 Dunam zur Verfügung gestellt und die vorbereitenden Arbeiten (Bodenamelioratiori usw.) wurden vor zwei Jahren von 17 Mädchen unter Führung der Schulleiterin, Frau Hanna Maisel-Schochat, begonnen. Diese Mädchen leben vorläufig in 414