Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 407 (sequence 416)
- Language
- German
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Kulturarbeit: In allen Ländern der Diaspora, besonders in Polen, Galizien, Litauen, Rumänien und Amerika, spielt die Hitachduth eine wichtige Rolle auf dem Gebiete der hebräischen Kultur. Eine große Zahl von denjenigen, die vor allem in den eben genannten Ländern, auf erzieherischem und kulturellem Gebiet tätig sind, gehört der Hitachduth an. In Amerika hat die Organisation eine Volksuniversität gegründet, an deren Arbeit die besten jüdischen Lehrer Anteil nehmen und die von 300 Personen besucht wird. Nationalpolitische Tätigkeit in der Diaspora: In Osteuropa widmet die Hitachduth viel Energie der nationalpolitischen Arbeit in den Parlamenten und den Institutionen der nationalen Autonomie. Ihre Vertreter in den Sejms leisten wertvolle Arbeit im Kampf für die jüdisch-nationalen Rechte und für den Schutz der sozialen Interessen der Arbeiterschaft. Die Tätigkeit der polnischen Delegierten war auf die Erleichterung der Lage der arbeitenden Klassen gerichtet. In Lettland und Litauen waren die Hitachduthvertreter die Führer für die Forderung der nationalen Autonomie. Die Organisation setzte ihre Bemühungen auch nach der Aufhebung der Autonomie fort, vor allem, um die Idee der nationalen Autonomie unter der jüdischen Bevölkerung wach zu halten. Die Mitglieder der Hitachduth nehmen Anteil am kommunalen Leben sowie an der Arbeit der Kooperativen und den Hilfsinstitutionen. Auf der Weltkonferenz in Karlsbad im Jahre 1924 wurde ihr Vertreter, A. Friedland, in die Exekutive der Hilfskonferenz gewählt. Presse: In den großen jüdischen Zentren gibt die Hitachduth wöchentlich oder monatlich erscheinende Zeitungen heraus, die der Diskussion und Klärung zionistischer Probleme im alllgemeinen und Hitachduth-Problemen im besonderen gewidmet sind. Diese Zeitungen sind: „Hapoel Hazair" in Palästina, „Volk und Land" in Lemberg (wöchentlich), „Erde und Arbeit" in Kischinew (wöchentlich), „Farn Folk" in New York (zweiwöchentlich), „Unser Gedanke" in Buenos Aires (monatlich), „Haarez Wehaawoda" in Rußland (monatlich) und „Beschaa Su" (vierzehntägig). In deutscher Sprache wurden bis vor kurzem zwei Organe herausgegeben: Die Monatsschrift „Die Arbeit" in Berlin und „Das freie Wort", eine Wochenschrift in Czernowitz. Die Wiederaufnahme dieser Zeitungen nach dem Kongreß ist beabsichtigt. In Polen werden Vorbereitungen zur Herausgabe einer hebräischen Monatsschrift „Maawar" getroffen. Die Tätigkeit des Hapoel Hazair in Palästina. Der Hapoel Hazair in Palästina hat seine Anstrengungen auf die Vergrößerung der Möglichkeiten einer großen Arbeitereinwanderung und auf die Aufnahme der Neuankömmlinge im Lande konzentriert, besonders aber auf die Entwicklung der landwirtschaftlichen Arbeitersiedlung. Während der schweren ökonomischen Depression, die in Palästina im Jahre 5684 herrschte, trat der Hapoel Hazair dafür ein, daß die jüdischen Arbeiter in den alten Kolonien angesiedelt werden könnten, die zum großen Teil nichtjüdische Arbeiter verwenden, und das Resultat war, daß 1500 Arbeiter in der landwirtschaftlichen Arbeit 407