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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 386

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 386 (sequence 395)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054154--1315-9054547
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verband gleichsam das innerpolitische Organ der siebenbürgischen Juden^ schaft ist und als solcher auch auf politischem Gebiet eine rege Tätigkeit entfaltet. In den ersten Jahren mußten infolge dieser Arbeit die Palästinaziele in den Hintergrund gedrängt werden, weshalb die im September 1923 in Temesvar abgehaltene IV. zionistische Landeskonferenz den Beschluß faßte, daß die Tätigkeit des Transsylvanischen Jüdischen Nationalverbandes mit der Palästinaarbeit ins Gleichgewicht gebracht werden müsse, und zwar derart, daß die Palästinaarbeit immer an der Spitze des Programms zu stehen habe. Dies müsse das Uebergewicht bilden bei den Aufgaben des Verbandes. Ueberhaupt müsse der Transsylvanisché Jüdische Nationalverband in jeder Beziehung jenen Ansprüchen Genüge leisten, welche an ihn als Teil der Zionistischen Organisation gestellt werden. Seither bildet dieser Beschluß die Basis für die Arbeit des Verbandes. Als Haupterfolg der zwei letzten Jahre verzeichnen wir, daß es uns gelungen ist, die männliche und weibliche Jugend der transsylvanischen Judenschaft beinahe restlos unter dem zionistischen Banner zu vereinigen, und zwar in einer strammen Organisation. Die männliche Jugend ist im Verein „Barissia", die Mädchen in ,, A vi va" vereinigt. In unserem Landesteil betätigen sich 80 Aviva- und 40 Barissia-Vereine mit zusammen 2500 Mitgliedern. Infolge dieser Neuorientierung des Transsylvanischen Jüdischen Nationalverbandes ist auch ein erfreulicher Aufschwung der Palästinafonds zu verzeichnen. Die Einnahmen des Keren Hajessod und Keren Kajemeth haben sich in den letzten zwei Jahren verzehnfacht. Einen eingehenden Einzelbericht werden die hiesigen Leitungen dieser Fonds nächtsens unterbreiten. Der Jüdische Nationalverband, verfügt gegenwärtig über 100 Ortsgruppen, deren überwiegender Teil sich aktiv auf dem Gebiete der Palästina-, sowie der politischen und kulturellen Arbeit betätigen. Auch zeigt das amtliche Organ des Nationalverbandes ,,Uj Kelet", das einzige jüdische Tageblatt in ungarischer Sprache, ein erfreuliches Gedeihen und seine ökonomische Lage kann heute als vollkommen konsolidiert betrachtet werden. Das Blatt ,,Uj Kelet" gibt seit Anfang dieses Jahres eine illustrierte literarische Beilage heraus, die sich ausschließlich mit der Propagierung der palästinensischen Fonds befaßt. Als interessantes Symptom der transsylvanischen zionistischen Arbeit soll die Tatsache verzeichnet werden, daß in Palästina heute bereits eine aus siebenbürgischen Juden bestehende und auf individueller Grundlage arbeitende Kolonie „Bub EI Nasra" besteht, außerdem eine Reihte von landwirtschaftlichen Kwuzoth. Unabhängig von der Organisation, aber auf Initiative siebenbürgischer Zionisten ist eine Städtegründung als Privatunternehmung im Gange. Es wurde bereits auf der Küste zwischen Akko und Haifa ein Komplex von etwa 6000 Dunam Baugrund erworben. Die Stadtbaugesellschaft „Lmaan Akko" hat in ihrer letzthin abgehaltenen konstituierenden Generalversammlung beschlossen, ihre Tätigkeit unter Kontrolle des Transsylvanischen Jüdischen Nationalverbandes zu stellen. 386

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