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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 379

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 379 (sequence 388)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054154--1308-9054540
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2. Kulturelle Tätigkeit. Die kulturelle Tätigkeit kann sich noch immer von den durch den Krieg und die Verhältnisse nach dem Kriege verursachten Verwüstungen nicht erholen. Erst in der letzten Periode gelang es uns, mehr als 80 Kultur-Vereine zu gründen, nachdem die gesetzlichen Beschränkungen der Kriegszeit aufgehoben wurden und das Vereinsgesetz wieder seine Geltung erlangte. — In vielen Städten wurden die Bibliotheken erneuert, Lesehallen errichtet, Vorträge und Veranstaltungen abgehalten. Diese Arbeit findet aber noch immer nicht die gehörige Aufmerksamkeit, nachdem die Sammlungen für Palästina-Zwecke und das Streben zur Alijah die aktivsten Elemente ganz absorbiert. — Das h e b r ä i sc he Schulwesen ist immer noch zumeist auf hebräische Sprach- und Literatur-Kurse beschränkt, während Volksschulen mit hebräischer Unterrichtssprache bloß in Lemberg und in Stanislau, ein Gymnasium mit hebräischer Unterrichtssprache (vorläufig 2 Klassen) in Lemberg bestehen. Diese Anstalten werden von dem „Jüdischen Volks- und Mittelschulverein" ZTSL., mit dem Sitze in Lemberg geleitet, welcher auch drei jüdische Gymnasien mit polnischer Unterrichtssprache, 1 hebräisches Pädagogium für Hochschüler und hebräische Seminarkurse in Lemberg verwaltet und ca. 80 hebräische Kairse in der Provinz unter seiner Aufsicht hat. Die weitere Umgestaltung des Schulwesens, besonders durch Schaffung eines hebräischen Lehrer-Seminars, ist die Aufgabe der nächsten Zukunft. Außerdem wurden in verschiedenen Städten hebräische Kindergärten ins Leben gerufen. Im letzten Jahre wurde hier auch eine Tarbuthorganisation gegründet, welche in kurzer Zeit zu großem Aufschwung gelangt ist. Die Arbeit des „Tarbuth" geht hauptsächlich dahin, hebräische Kurse für Erwachsene zu schaffen. In Lemberg nehmen über 1000 Menschen an diesen Kursen teil, in Tarnopol, Stanislau und Drohobycz wurden ebenfalls „Tarbuth"-Organisationen gegründet, welche eine rege Tätigkeit entfalten. Das Zentralkomitee hat sich auch mit der Verbreitung der hebräischen Zeitschrift „Haolam" befaßt und bezieht wöchentlich ca. 200 Exemplare, wovon ein beträchtlicher Teil an die Ortsgruppen unentgeltlich verteilt wird. 3. P a 1 ä s t i na - Ar b e i t: Keren Kajemeth. Diese Institution hat im ganzen Lande eine ungewöhnliche Popularität und weist in der Berichtsperiode einen steten Aufstieg. Sogar im zweiten Halbjahr 1923 stiegen trotz der Devalvation der polnischen Mark die Einnahmen, welche seit Januar 1924 nach der Stabilisierung der Valuta eine beträchtliche Vermehrung erfuhren. Im Oktober 1924 beschloß die Konferenz der Keren Kajemeth-Kommissare im Beisein Ussischkins für das Jahr 5685 ein Kontingent von 500 000 Zloty (20 000 £), welches im ersten Halbjahr fast erreicht wurde. K eren Hajessod. Die Arbeit für den Keren Hajessod litt im Jahre 1923 unter der Entwertung der polnischen Mark, dann wieder infolge der besonders für die jüdische Bevölkerung schweren wirtschaftlichen Krise. Trotzdem wurde die Propaganda und Sammelarbeit für den Keren Hajessod in der Berichtszeit gehörig ausgebaut und hat 379

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