Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 369

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 369 (sequence 378)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/9038125-9054154--1298-9054530
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

kreis im Interesse der verschiedenen Hadassah-Institutionen in Erez- Israel, stellt dieser Frauenverband der Zionistischen Organisation Kanadas den Hauptfaktor der Organisation für die Aufbringung zionistischer Gelder dar. Von dem im Laufe der Berichtsperiode gesammelten Gesamtbetrag brachte die „Hadassah" allein über $ 84 000 auf. Wegen der hier noch andauernden wirtschaftlichen Krise wird die Sammeltätigkeit für irgendwelche Zwecke immer schwieriger und ist mit ständig wachsenden Unkosten verknüpft. Seit der Begründung des Keren Hajessod ist es fast unmöglich geworden, Schekelzahler zu gewinnen, so daß von der Konvention im Jahre 1922 ein System eingeführt wurde, wonach Zeichnungen für den Keren Hajessod oder irgendeinen anderen Fonds den Schekel miteinschließen sollen, wodurch sämtliche Beitragsleistenden automatisch zu Mitgliedern der Zionistischen Organisation werden. Wir sind gegenwärtig bemüht, Mittel und Wege zu suchen, um die bestehenden zionistischen Verbände zu reorganisieren und, wo dies angängig ist, neue Verbände ins Leben zu rufen. Zu diesem Zwecke ist ein Erziehungs-Departement innerhalb der Organisation gebildet worden, mit einem Leiter an der Spitze, dessen Aufgabe es unter anderm ist, eine rege Jung-Judäabewegung in Kanada zu organisieren, die die jüdische Jugend zu tatkräftigen Zionisten erziehen soll. Die Propaganda-Arbeit wird mit allen möglichen Mitteln unterstützt. So wird z. B. im Zusammenhang mit unseren eigenen Drucksachen auch noch reichliches Propagandamaterial verteilt, das uns von den Hauptbüros in London und Jerusalem zugestellt wird. Die jüdische Presse, bestehend aus drei Tageszeitungen in jüdischer Sprache, dem Canadian Eagle", dem „Hebräischen Journal" und dem ,,Israelite", sowie aus zwei Wochenschriften in englischer Sprache, dem ,,Canadian Jewish Chronicle" und dem ,,Jewish Review", bringt, ohne daß sie irgendeine Subvention von uns erhielte, zionistische Bekanntmachungen und Leitartikel und macht sich um unsere Sache außerordentlich verdient. Im allgemeinen ist auch die nichtjüdische Presse im Lande zionistenfreundlich gesinnt. Die Haltung der Regierung als solcher, wie auch die der Provinzbehörden, bleibt nach wie vor eine günstige und recht freundliche. Eine antizionistische Gesinnung ist hierzulande überhaupt so gut wie unbekannt. Die wenigen in Kanada ansässigen Juden — 125 000 im ganzen — bilden ziemlich große Gemeinden in Montreal, Toronto und Winnipeg, während die übrigen in fast 300 Ortschaften zerstreut wohnen. Die Entfernungen sind ungeheuer, und die Reiseverbindung dementsprechend kostspielig. Wenn aber einmal ein Delegierter entsandt wird, so ergeben sogar die kleinsten Gemeinden, pro Kopf gerechnet, gute Resultate. Von den Rabbinern, die uns in unserer Arbeit behilflich sind, möchten wir ganz besonders der Herren Dr. H. Abramovitz, H. I. Samuel, J. Berger und I. I. Kahanovitch erwähnen, die sich in geradezu aufopfernder Weise für die Bewegung einsetzen und sie oft zum Gegenstand ihrer Ansprachen in den Synagogen machen. Herr Dr. Weizmann war auf der letzten Konvention im Januar 1924 zugegen. Bei jener Gelegenheit wurde das nachstehende Komitee 24 369

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.