Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 360 (sequence 369)
- Language
- German
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und neben hebräischen Sprachkursen und anderen Unterrichtskursen wurde die erzieherische Arbeit insbesondere durch die Herausgabe eines eigenen Blattes „Der Hechaluz" gefördert. — Die „Jüdische Rundschau", das offizielle Zentralorgan, erscheint zweimal wöchentlich. Sie nimmt zu allen grundsätzlichen Fragen Stellung im Sinne des Landesvorstandes der Z. Y. f. D. und verfolgt so eine einheitliche zionistische Politik. Sie informiert über die Entwicklung Palästinas und die Probleme des Aufbaues und über alle Fragen des jüdischen Lebens im Galuth. Die Zahl der Abonnenten ist stark gestiegen und nimmt auch gegenwärtig zu. Insbesondere wird die „Jüdische Rundschau" in einem immer mehr steigendem Maße auch ,. außerhalb Deutschlands in den wichtigsten jüdischen Zentren gelesen. Die Arbeit der Provinzial-Sekretariate wird durch folgende Zeitschriften unterstützt: Das „Jüdische Echo" in München, die „Leipziger Jüdische Zeitung", die „Jüdische Zeitung für Ostdeutschland" in Breslau, die „Jüdische Wochenzeitung für Cassel" und die „Jüdische Wochenschrift" in Cöln. Die von der Z. Y. f. D. herausgegebenen Provinz- Korrespondenz (Proko) geht achtägig allen in deutscher Sprache erscheinenden zionistischen Organen zu. Die Arbeit für den Keren Hajessod und Keren Kajemeth ist aufs engste mit der Tätigkeit der Z. Y. f. D. verbunden. Die Propaganda für unsere Fonds Avird so geführt, daß die zionistische Idée in ihr klar zum Ausdruck gelangt. Es hat sich gezeigt, daß es gerade für die Gewinnung von Nichtzionisten von höchster Wichtigkeit ist, daß ihnen die Bedeutung der zionistischen Bewegung für das Gelingen des Palästina-Werkes mit voller Klarheit dargestellt wird. Sie begreifen, daß ein Zusammenwirken aller jüdischen Kräfte für Palästina an den Bestand einer starken zionistischen Organisation gebunden ist. Yom 28. bis 31. Dezember 1924 fand in Wiesbaden der 20. Delegiertentag der Z. Y. f. D. statt. Herr Dr. Landsberg legte den Vorsitz nieder. Der Delegiertentag wählte Herrn Kurt Blumenfeld zum Vorsitzenden, die Herren Dr. Martin Rosenblüth und Dr. Alfred Schwarz zu stellvertretenden Vorsitzenden. Am Delegiertentag nahm Dr. Ghaim Weizmann teil. Die Tagung trug in hohem Maße zur Belebung der zionistischen Arbeit bei. Nachhaltige Wirkungen hinterließ auch der Besuch Dr. Weizmanns in Berlin. Sein Auftreten erhöhte in allen Kreisen bei Juden und Nichtjuden den Respekt vor der Größe unseres Werkes und vor der Bedeutung der Zionistischen Organisation. Es gelang ihm insbesondere, auf hervorragende nichtjüdische Politiker zu wirken. Die Haltung der Presse ist durch den Besuch Dr. Weizmanns sichtlich beeinflußt worden. In steigendem Maße wird die zionistische Frage und der Aufbau Palästinas in der allgemeinen Presse erörtert und in den führenden Blättern in überwiegend günstigem Sinne besprochen. Den Zusammenhang mit allen arbeitenden Gesinnungsgenossen halten u. a. auch die allmonatlich erscheinenden „Informationen'* aufrecht, in denen ausschließlich Material über Vorgänge in Palästina und in der zionistischen Welt mitgeteilt wird. Die Kenntnis des Hebräischen nimmt zu. In Berlin, Breslau. Cöln, Frankfurt, Hamburg und Leipzig bestehen hebrä- 360