Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 367)
- Language
- German
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über zionistische Probleme und der von Herrn Rabbiner S e g a 1 o - witsch geleiteten Universitäts-Eröffnungsfeier in einer der Gemeinde- Synagogen. In engem Konnex mit der Organisation arbeitete die am 31. Januar 1925 begründete Danziger „Tarbuth" (im Vororte Zoppot besteht schon seit längerer Zeit eine Tarbuth-Organisation), der im Verlauf seiner Tätigkeit seine zum großen Teil auch der Zionistischen Organisation angehörenden Mitglieder fünfmal zu ausschließlich in hebräischer Sprache geführten Diskussionsabenden zusammenberief, sowie in Danzig einen hebräischen Kindergarten und hebräische Kurse für Kinder und Erwachsene begründete. In den letzten 3 Monaten galt ein Teil der Arbeit der Frage der ' für den 24. Mai d. J. festgesetzten Repräsentantenwahlen zur Synagogengemeinde Danzig. Unter dem Namen „Jüdische Volkspartei" stellten die Zionisten eine eigene ausschließlich aus Zionisten zusammengesetzte Kandidatenliste auf, gegenüber der Liste der „Liberal-Orthodoxen Partei", die übrigens ihr zweites Attribut sehr zu Unrecht führte. Nach einem lebhaft geführten Propagandakampf, der auch für allgemein zionistische Zwecke ausgebeutet wurde, kam unmittelbar vor der Wahl noch ein Kompromiß zu Gunsten der Aufstellung einer gemeinsamen Liste zustande, in dem die von den Zionisten von vornherein gestellten Forderungen bei der Verteilung der Sitze angenommen wurden. Keren Haj essod-Arbeit: Während des Jahres 1924 konnten eng]. £ 1043.9.—-, sowie amerik. $ 1030,05 an den Keren Hajessod, London, überwiesen werden. In diesem Jahre wurden bis jetzt bereits engl. £ 397.14.6, sowie amerik. $ 575 überwiesen, weitere Summen stehen noch zur Ueberweisung bereit. Der Keren Kajemeth, Danzig, der unter der ehrenamtlichen Leitung des Herrn Max Feldmann, Danzig, steht, konnte ca. 9000 Danziger Gulden £ 360.— dem deutschen KKL. zur Weiterbeförderung überweisen. Die Büchsenpropaganda litt zu Anfang der Arbeitsperiode unter den bekannten Erscheinungen in den Inflationsländern, doch ist zur Zeit die Zahl der hier aufgestellten Büchsen in stetem Ansteigen begriffen. Für die öffentliche Propaganda wurde durch Aufführung zweier Palästina-Filme gesorgt. Deutschland« Die Arbeit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland litt in der zweiten Hälfte des Jahres 1923 durch die Inflation und die damit verbundene wirtschaftliche Unsicherheit. Der 19. Delegiertentag der Z. V. f. D., der Ende Juni 1923 in Dresden stattfand, betraute an Stelle des bisherigen Vorsitzenden, Rechtsanwalt Felix Rosenb 1 ü t h , Herrn Dr. Landsberg - Wiesbaden mit der Führung der Geschäfte. Herr Rosenblüth schied am 1. Oktober aus der Arbeit in Deutschland aus und siedelte nach Palästina über. Gegen Ende des Jahres 1923 konnte ein Aufschwung auf allen Gebieten des zionistischen Lebens festgestellt werden. Die Tätigkeit war durch systematische zentrale Propaganda charakterisiert. " Entscheidender Wert wurde auf die Auseinandersetzung der zionistischen, jüdisch-nationalen Ideenwelt mit den uns feindlichen Zeitströmungen 358