Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 310)
- Language
- German
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Nachdem die Kommission ihre Arbeiten aufgenommen hatte, wurde klar, daß ein großer Prozentsatz der Kranken (35—40 °/o) lungenkrank war und daß ein großer Teil von ihnen schon beim Eintreffen in Palästina an dieser Krankheit gelitten hatte. Die Anwesenheit von schwindsüchtigen unter (gesunden Arbeitern führte zu den traurigsten Ergebnissen und die Zahl der Schwindsüchtigen nimmt unter den Arbeitern ständig zu und erfordert energisches Einschreiten. Im ersten Jahre des Bestehens dieser Kommission wurde der Versuch gemacht, ein provisorisches Sanatorium in Saffed zu errichten. Die ersten Ergebnisse waren gut: Der Zustand aller Kranken besserte sich. Aber, es entstand ein neues Problem, die aus dem Sanatorium zurückkehrenden Arbeiter konnten sich nicht lange Zeit mit körperlicher Arbeit beschäftigen und so lag es der Kommission ob, für diese geschwächten Arbeiter leichte Arbeiten zu finden. Und nun wird diese Frage noch aktueller, da die Zahl der nur zu leichter Arbeit Befähigten ständig Wächst. Während des Bestehens der Kommission, besonders im letzten Jahre, zeigte sich, daß ihre Aufgaben wuchsen. Das Arbeitsdepartememt kam im Verlaufe seiner dreijährigen Beteiligung an den Arbeitein der Kommission zu der Erkenntnis, daß die durch die Kommission gewährte Hilfe nicht ausreichte und nicht rationell ist. Um diesem Zustande abzuhelfen, arbeitete die Leitung der Kupath cholim den Vorschlag der Gründung einer Versicherungskasse auf Gegenseitigkeit für chronische Kranke aus, deren Basis die Beitragsleistung aller Mitglieder der Kupath cholim sein soll, nämlich ein Beitrag von 3—5 Piaster monatlich, je nach dem Arbeitseinkommen des Arbeiters. Die Aufgaben dieser Kasse sollen sein: 1. den chronischkranken Mitgliedern wirtschaftliche und medizinische Hilfe zu gewähren, 2. die Existenz der durch solche Krankheit invalide gewordenen Mitglieder zu gewährleisten. Es ist ohne weiteres klar, daß eine solche Kasse von diesen Mitgliedsbeiträgen allein nicht existieren kann und in erster Linie muß von dem Arbeitgeber ein fester Betrag als Beitrag zur Versicherung gefordert werden. Auch von dem Arbeitsdepartement wurde eine Beteiligung bei der Gründung dieser Kasse verlangt. Man fordert es von ihr als von einer Institution, die eine Aktivität zur Verstärkung der Arbeitsbewegung im Lande leistet, eine Tätigkeit, die wegen der schweren Arbeitsbedingungen für die neuen Arbeiter auch die Vermehrung der durch die Arbeit dauernd Geschwächten mit sich bringt. Dieser wichtige Vorschlag wird in den nächsten Monaten verwirklicht werden. Aber, bis die neue Tätigkeit einsetzen kann, muß die bestehende . Kommission für die Chronischkranken ihre Tätigkeit unter noch schwereren Bedingungen als bisher fortsetzen, da die einer Hilfe bedürftigen Arbeiter sich an Zahl ständig vermehren. Die Arbeitsabteilung hat für Chronischkranke ausgegeben: Im Jahre 5684 . . . . £E 377 Im Jahre 5685 ungefähr . ,, 600 £E 977 391