Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 173)
- Language
- German
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alten traditionellen Sammelmittel des Keren Kajemeth. Indem der Keren Kajemeth als Sammelfonds genau umschrieben wurde und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Technik der Sammlung klar herausgearbeitet wurden, wurde auch eine scharfe Abgrenzung gegen die Aufbringungsmethode des Keren Hajessod möglich, die zu einer Vermeidung aller Konkurrenzmöglichkeiten bei den Sammlungen überall da, wo diese Abgrenzung von beiden Seiten eingehalten wurde, führte. Das aber war zumindest in fast allen europäischen Ländern der Fall. Die neue Methode, die im Grunde die ganz alte war, drückte sich im wesentlichen darin aus, daß die Gelegenheitsspende wieder in den Mittelpunkt der Sammeltätigkeit des Keren Kajemeth gerückt und daß die Büchse das eigentliche Sammelinstrument des Keren Kajemeth wurde. Zur Zeit des XIII. Kongresses wurde die Zahl der insgesamt verteilten Büchsen mit 275 000 angegeben. Am 31. März 5685 waren demgegenüber 675 000 Büchsen verteilt. Diese Vermehrung um 400 000 ging Hand in Hand mit einer Avesentlichen Intensivierung der Büchsensammlung, die darin bestand, daß die Zahl der Büchsenleerungen außerordentlich vermehrt wurde. Von der früheren Durchschnittsziffer einer zwei- bis drei-, höchstens viermaligen Leerung im Jahre für jede Büchse sind wir bis zu einer regelmäßigen monatlichen Leerung in den meisten Ländern des Ostens gelangt, und es ergibt sich, daß diese Vermehrung der Büchsenleerungen entscheidend Avar für die richtige Ausnutzung dieses Sammelmittels. Ein-, zwei-, drei- oder höchstens viermalige Leerung im Jahre konnte in den meisten Ländern nur durch bezahlte Büchsenleerer durchgeführt werden, eine Methode, die selbstverständlich das Niveau der ganzen Sammlung herabdrücken mußte. Die Durchführung einer regelmäßigen monatlichen Büchsenleerung ergab die Möglichkeit der Schaffung einer weit ausgedehnten neuen Organisation von freiAvilligen Büchsenleerern, was wiederum die dauernde starke Beeinflussung und Schulung dieses Mitarbeiterstabes zur notwendigen Folge hatte. So wurde die Keren Kajemeth-Propaganda zu einem wesentlichen Faktor zionistischer Aufklärung und Erziehung vertieft und ausgebaut. Hand in Hand mit dieser Beorganisation, die in Polen z. B. einer fast vollkommenen Neuorganisation gleichkam, ging die Aktivierung unserer traditionellen Aktion e n zu Tischri, Chanukka, Purim, 20. Tamus. Indem die Energie der Sammelstellen auf diese vier Aktionen konzentriert und überflüssige Aktionen beiseite gelassen wurden, wurde eine Intensivierung der Arbeit erzielt, die die vier Aktionen mehr und mehr zu den eigentlichen Trägern der Keren Kaj emeth-Propaganda gemacht ' hat, Um das hier gesteckte Ziel zu erreichen, war es notAvendig, die Aufmerksamkeit der zionistischen Welt in besonders nachdrücklicher Weise wieder auf Keren Kajemeth zu lenken. Es war eine bekannte Klage, daß die Zionistische Organisation dem Keren Kajemeth bei weitem nicht mehr das Interesse widmete, deren er als Träger der zionistischen Bodenpolitik in Erez Israel bedurfte. Um ihm die alte Stellung Avieder einzuräumen, unternahm der Vorsitzende des Direktoriums des Keren Kajemeth, Herr Ussischkin, im Sommer 1924 eine Propaganda- 164