Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 151)
- Language
- German
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nationalen Heimstätte in Palästina nicht ohne starke Beeinflussung und Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Arbeit im Lande durch nationales Kapital möglich ist, kann natürlich am wenigsten verkannt werden, daß hierfür der Keren Hajessod im Zusammenwirken mit dem Keren Kajemeth wichtigstes Instrument sein muß. Auf dieser Basis hat sich die Arbeit des Keren Hajessod seit dem XIII. Zionistenkongreß mit dem Erfolg entwickelt, daß es gegenwärtig in keinem einzigen Lande mehr, wo eine tätige zionistische Organisation besteht, eine aktive Opposition gegen den Keren Hajessod gibt, ja daß sogar gewisse Erscheinungen der Indifferenz, die früher in vielen Ländern zu finden waren, geschwunden sind und einer immer aktiveren Mitarbeit Platz gemacht haben. Auch in bezug auf die Mobilisierung der außerhalb der Zionistischen Organisation stehenden Judenheit ist weitergearbeitet worden und es ist in einer Reihe von Ländern gelungen, nicht nur neue wichtige Sympathieerklärungen für den Keren Hajessod zu erlangen, sondern auch Betätigung in der Propaganda und Erhöhung materieller Leistung. Im allgemeinen ist jedoch eine weitere rasche Vergrößerung der zur Mitarbeit mit dem Keren Hajessod bereiten Kreise in der letzten Zeit nicht erzielt worden. Daraus ergibt sich auch, daß die Einnahmen des Keren Hajessod zwar wesentlich stabilisiert und durch sorgfältigen Ausbau der Organisation und Propaganda sogar in einem bestim mten Maße erhöht werden konnten, daß aber die an sich sehr notwendige Erhöhung der Keren Häjessod-Einnahmen nicht in einem solchen Maß erfolgt ist, daß den schnell wachsenden Erfordernissen der Entwicklung in Palästina hätte Rechnung getragen werden können. Es besteht daher die Notwendigkeit, nach Mitteln und Wege zu suchen, um dem Keren Hajessod neue Mitarbeiter- und Zeichnerkreise zu erschließen, die die Grundlage außerordentlicher Steigerungen seiner Einnahmen werden können. Früher oft beklagte Kollisionen mit dem Keren Kajemeth konnten allmählich durch gegenseitiges Einvernehmen zwischen den beiden Hauptbüros der Fonds über Abgrenzung der Arbeitsmethoden und durch Herbeiführung von Einigungen in den einzelnen Ländern beseitigt werden. Die Grundlage und Voraussetzung hierfür ist, daß der Keren Kajemeth wieder dazu übergegangen ist, seine Haupteinnahmen durch die Propaganda von „Gelegenheitsspenden" zu erzielen, während der Keren Hajessod fortfährt, seine Einnahmen auf der Grundlage der Selbstbesteuerung und in der Form bestimmter Verpflichtungen zu sichern. Das Direktorium des Keren Hajessod hält auch weiter an der Notwendigkeit fest, die Keren Hajessod-Arbeit unter Zionisten nach den Maasserbeschlüssen des XII. und XIII. Zionistenkongresses zu führen, während auf der anderen Seite die Popularität des Keren Hajessod in den breiten zionistisch nicht organisierten Massen die Möglichkeit gegeben hat, den Keren Hajessod auf der Grundlage einer Volkssteuer zu propagieren. Besondere Aufmerksamkeit ist an die Lösung des Problems gewendet worden, für die Keren Hajessod-Zeichnungen eine möglichst restlose Sicherung der Zahlungen durchzuführen. Es wurde versucht, in jedem Land irgendeine organisatorische Form einzuführen, 142