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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 50

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 50 (sequence 59)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054154--0979-9054211
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die der organisierten zionistischen Arbeit ihre legale Anerkennung versagen und sie zum Teil mit gesetzlichen Strafen verfolgen. An erster Stelle muß hier Rußland genannt werden, wo infolge der Gegnerschaft der jüdischen Kommunisten der Zionismus auf die schärfste Weise verfolgt wird. Es sind während des letzten Jahres mehrere Hunderte von Personen, die zionistischer Gesinnung verdächtig waren, verhaftet und ohne gerichtliches Verfahren entweder eingekerkert, oder nach dem Inneren Rußlands und Sibiriens verbannt worden. Manche der Verhafteten erhielten die Erlaubnis, nach Palästina zu gehen. Die grausame Behandlung der Gefangenen, unter denen sich auch Frauen und Jugendliche befanden, führte zu Hungerstreiks und trieb einige Personen in den Selbstmord. Die Schritte, die zur Aufklärung der russischen Regierung über das Wesen der zionistischen Bewegung und die Grausamkeit ihrer Politik getan wurden, blieben bis nun ohne Erfolg. Dagegen wurde einiges zur Linderung der Not der unmittelbar Betroffenen veranlaßt. In Ungarn wurden wiederholte Bemühungen unternommen, um eine gesetzliche Anerkennung der Zionistischen Organisation zu erwirken. (Siehe den politischen Bericht.) In Mesopotamien sind infolge Erlassung eines äußerst restriktiven Vereinsgesetzes Schwierigkeiten entstanden, die nur zum Teil behoben werden konnten und den Stillstand der zionistischen Arbeit in mehreren Ortschaften herbeigeführt haben. In einigen krassen Fällen der Verfolgung von Zionisten hat die Exekutive mit Erfolg eine Intervention unternommen und hat einen Weg gefunden, um die zionistische Arbeit, wenn auch in einem beschränkten Ausmaße, zu ermöglichen. Es muß auch hier hinzugefügt werden, daß die dem Zionismus in den Weg gelegten Hindernisse zum großen Teil auf die Haltung jüdischer, antizionistischer Notabein zurückzuführen sind. Was den organisatorischen Zustand der einzelnen Verbände anbetrifft, so gibt es unter ihnen aus erklärlichen Gründen weitgehende Unterschiede. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß der Zustand der größeren Landesverbände sich Verbessert hat, während die kleineren Verbände an Stabilität und Leistungsfähigkeit manches zu wünschen übrig ließen. Unbefriedigend waren die Verhältnisse in Frankreich und Griechenland, wo lokale Umstände eine Verzögerung der gewünschten Reorganisation verursachten. In Palästina, wo bis nun ein organisierter Landesverband nicht bestand, ist auf einer Konferenz im Juni 1924 der Versuch gemacht worden, diese Lücke durch Bildung einer dauernden Organisation auszufüllen. Es wurde ein Komitee von repräsentativen Zionisten eingesetzt, das die vorbereitenden Schritte zur Bildung eines Landesverbandes unternommen hat. In Skandinavien sind Bemühungen unternommen worden, eine Vereinigung der drei bestehenden Verbände herbeizuführen, die nötig erscheint, um der zionistischen Tätigkeit in diesen Ländern einen stärkeren Rückhalt zu verleihen. 50

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