Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 45 (7.11.1913)
- Date
- 1913-11-07
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 Das jüdische Klatt Nr. 45. mitzki Jda, 41 I., nie des Francs-Bourgeois 7. — Schloß Philippe, 89 I., avenue IVlalakoff 104. — Espir Leon, 53 I., impasse Goeurde-Vey 8. — Fr. Colomb Emile, geb. Van Buerens, 78 I. — Levy Godefroy, 47 I., aus Epinay. — Fr. Hemmerdinger, geb. Weil Clementine, 76 I., boulevard Voll aire 20. — Fr. Ämson Adolphe, geb. Hellmann Jda, 72 I., rue Saint-Ferdinand 45. — Tubiana Elle, 84 I., rue de Lyon 41. Htätsek-Gcke. Sendungen für diese Rubrik nur an - Dr. Bloch-Barr erbeten. - 1. Figurenratsel, Von Renee Weill, Kürzel. A 1. Buchstabe. A A A 2. Stammvater d. Menschengeschlechts. A 0. L C D 3. Musikinstrument. D D E K E E F 4. Reichstagsabgeordneter. II H H H I I I I I 5. Frommer Mann im Estherbuch. X L M M N N N 6. Jüdischer Monat. 0 0 R R R 7. Stammutter. R R T 8. Stamm. W 9. Buchstabe. Mittlere Senkrechte — mittlere Wagerechte. 2 Zalllenratsei. Von Marcel Kahn, Düttlenheim. 12345641728 Aus der Geschichte bekannte norddeutsche Stadt. — 2 9 6 10 4 Deutscher Strom. — 3 11 12 13 4 2 Deutsche Stadt. - 4 6 9 6 14 10 3 Führer im Exil. --- 5 3 15 10 5 König von Israel. — 6 7 16 9 2 3 12 Fluß in Kleinasien. — 4 3 12 9 3 4 Prophet. — 1 10 2 4 6 Baumfrucht. — 7 9 11 3 4 5 Name eines deutschen Dichters. — 2 7 1 6 4 Sohn Jakobs. — 8 6 14 13 2 3 Gottlose in der dieswöchentlichen Sidrah genannte Stadt. — Oberste Reihe Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter. RütseUösrrngen ans 43/43. 1. Hauschauo Rabbo. 2. Sukoth, Uhu, Korah, Orkan, Tora, Hosea. Richtige RatseUösnngen: (*in Rätsel: Alice, Myria u. Gedeon Weil; Fanny gen. Mimy Wolfs, Ingweiler. — Joseph Kahn III. real. Hagenau. — Gabriel Göttinger, Knabenwaisenhaus, Hagenau. — Babette Neumetzger, Oberdorf-Bopfingen (Württemberg!. — Jacques, Jenny u. Alice Braun, Ingweiler. — Aline u. Suzette Schwab, Mommenheim. — Maurice Schwab, Realtertianer, Bucksweiler. Zwei Rätsel: Albert Fohlen, Püttlingen (Lothr). — Mimy Blum, Wejler (Kr. Schlettstadt). — Recha Gutmann, bei Jakob Seligmann, Rördlingen. — Peter Kahn, Realtertianer, Barr (Benfeld). — Moritz, Paul u. Renee Weill, Ickersweiler. — Norbert Lehmann, Dauendorf. — Paul Hirtz, Volksschüler, Winzenheim (Ob.-Elf.). — Jeanne Hirtz, Winzenheim (Ob.-Elf.) — Henri Siesel, George u. Edgar Simon, Diemeringen. — Rene Salomo», Scherweiler. — Leopold Eisenberg, Oberrealtertianer, Straßburg. — Marguerite Levy, Hirsingen. — Michel Armand Grumbach, Nancy, rue Bastion 34. — Sylvia, Leon u. Raymonde Wolff, Kolbsheim. — Helene Samuel, Neubreisach. — Susanne Simon, Reichshofen. Briefkasten der Rätsel Erke: An die Löser von Rätsel Nr. 2 aus voriger Nummer: Allerdings ist eine Zeile ausgefallen und zwar: „8 9 5 9 12 4 7 0 7 9 Pflanze". Ten Preis für richtige Lösungen im Monat Oktober erhielt Susanne Simon, Reichshofen. (Den Preis erhall derjenige Löser, der sich im Laufe eines Monats am erfolgreichsten beteiligt hak. Unter mehreren Gleichberechkiglen entscheidet das Los.) Wriefkasten. Abonnent. An Sabbaten und Tagen, wo Hallet gesagt wird, betet der Owel nicht vor. Er darf dies ausnahmsweise nur dann, wenn niemand zugegen ist, der ihn vertreten könnte. Bücheröesprechuyg. Die Rassen Merkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie von Dr. Maurice F i s h b e r g. 300 Seiten mit 42 Kunstdrucktafeln. Verlag E. Reinhardt, München. Es ist schon viel darüber geschrieben worden, ob das jüdische Volk eine reine Rasse bildet oder ein Mischvolk ist. Meistens wird diese Frage nach der einen oder der anderen Seite in voreingenommenem Sinne beantwortet. Hier werden auf Grund exakter Forschung in wissenschaftlicher Weise die Rassenmerkmale zusammengestellt und untersucht. Das Material, das hier zusammengestellt wird, ist sehr interessant. Es werden untersucht die anthropologischen Merkmale (Farbenmerkmale, Kopfindex, Körpergröße), die physiologischen Merkmale (körperliche Entwicklung, Fruchtbarkeit usw.), die pathologischen Merkmale (Krankheiten), sowie die jüdischen anthropologischen Typen. Das Werk, ist, wenn auch Einzelnes zum Widerspruch reizen mag, jedenfalls sehr interessant und lesenswert. Gedakjcch. Bilder aus der jüdischen Vergangenheit von Caroline Deutsch. (Fortsetzung.) Ich will sie bestehen vor Dir, o Gott, mein Herr, und will nicht klagen über das Leid meines Hauses, aber über das Leid meines Volkes ergieße ich meine Seele vor dir, denn mein Haus ist nicht das einzige, in dem das Elend und der Tod seine reiche Ernte gemacht, nach Hunderten zählen sie. O, erbarme Dich, Vater der Gnade und sende Rettung den Kindern Deines Bundes, erbarme Dich über sie und nimm Dich Ihrer wieder liebreich an." Er schwieg. Nach einer Weile fuhr Abner fort und seine Stimme hob sich in begeisternden Tönen: „Und ich sehe Rettung kommen, wenn auch in später, später Zeit. . . . Rebenbedeckt sind die Hügel, vor Früchten beugen sich die edlen Bäume, das Korn wogt in den Feldern .... und palmenbekränzt ziehn sie daher mit Maultieren und Kamelen von fremdem, weitem Lande, die Brüder, die Söhne Jakobs. Die Häuser heben sich von der Erde, die Straßen der gesunkenen Stadt dehnen sich, in aller Pracht und Herrlichkeit erhebt sich das Heiligtum Gottes aus den Trümmern, und zu Gesang und Gebet zieht das festlich geputzte Volk in den Tempel. . . . Habe Danke, o Gott, Ewiger Zebaoth." Immer leiser und leiser war die. Stimme geworden, verklingend wie der zitternde Ton einer Harfe. Jetzt lösten sich seine Hände und er sank zurück, doch er war noch nicht tot, noch einmal richtete er sich auf und segnete seine Kinder. „Segne auch mich, frommer Greis", sprach eine tiefe, bewegte Stimme, als Abner schwieg. Zippora war vor seinem Lager niedergesunken und faltete ihre Hände. „Segne auch mich, o Greis, denn ich stehe auch allein." Abner konnte die Hand nicht mehr bewegen, aber er winkte seinem Sohne und dieser verstand den Blick der halbgebrochenen Augen. Er nahm die Hand des Vaters und legte sie auf das junge Haupt der Fürstin, unbewußt 'blieb auch seine Hand dort ruhen, bebend und schauernd wie aus einer heiligen Stätte und „Gott segne Dich und behüte Dich", das den Lippen des Sterbenden entströmte, sprach er im innersten Herzen nach. . . . Abner war tot und Jochanan begrub ihn noch am selben Nachmittag im Garten, unter den Bäumen, die seine Hand gepflanzt. Jochanans Seele war die letzte Zeit durch die Schrecken und Schmerzen, die ununterbrochen auf ihn einstürmten und durch den entsetzlichen Jammer, den er täglich