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Das Abendland · 1867-01-10 · 1 (10.1.1867) · p. Seite 4

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Journal
Das Abendland
Volume
IV (1867)
Issue
1 (10.1.1867)
Date
1867-01-10
Page
Seite 4 (sequence 10)
Language
German
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(nana x"ap '"a p ist neit) (S. auch;x"i '"D anax nyp) Hier befreundete er sich mit den beiden auf einander folgenden Landrabbincrn zu Nikolsburg R. Men. Mendel Krochmal (piik naik Sya) und Gerson Ulif ("jipim miay ^ya), mit denen er auch eine häufige Correspondenz über halachische Themata unterhielt. Allein auch hier lächelte ihm nicht lange das Glück; er musste abermals in Folge des Ausbruches zerstörender Kriege den Wanderstab ergreifen und flüchtete nach Prag (x"pb naipn) von da begab er sich bald darauf nach Wien, wo er im Hause eines Verwandten für kurze Zeit sich aufhielt. Im I. 1666 ("."an) erhielt Efr. den Rabbinerposten zu Ofen — welche Stelle im I. 1661 R. Simcha Kohn aus Belgrad (“|P"inB) bekleidet hatte, und seit einigen Jahren vacant gewesen war — den er auch freudig annahm, und begab sich sogleich mit seiner ganzen Familie dahin. Er war bei Uebernahme dieses Postens in seinem fünfzigsten Lebensjahre. Hier verwaltete er sein Amt mit Milde und großer Umsicht durch volle 12 Jahre, wo er geliebt von seiner Gemeinde, angebetet von seinen Schülern und bewundert von seinen Kollegen wurde. Von Nah und Fern strömten ihm religiöse Anfragen zu, die er mit einer Klarheit und bewunderungswürdiger Meisterschaft löste, und seine Aussprüche galten in der Folge für unumstößlich und hehr als wären sie mittelst göttlicher Inspiration ertheilt (iaa nbia) Im I. 1678 (rr^n) erhielt er sogar den Ruf nach Jerusalem, um dort die Rabbincrstelle, welche schon achtzig Jahre früher einer seiner Vorfahren bekleidet hatte, zu übernehmen, welchem Rufe er um so freudiger folgte um, welches der sehnlichste Wunsch der damaligen Rabb. gewesen war, seine irdische Hülle im geweihten Boden ruhen zu lassen. Bevor er aber seine Reise antrat, wollte er noch zuerst seine beiden Werke onax iyp 'nS und das später in Verlust gerathene anax nan» veröffentlichen; doch vereitelte der Lenker aller Geschicke seinen Plan! Im selben Jahre brach die Pest in Ofen aus, und grassirte daselbst schrecklich; auch sein Haus blieb nicht von derselben verschont. Anfangs Sommer raffte sie zuerst seinen altern Sohn Iecheskel in seinem dreißigsten Lebensjahre dahin; 40 Tage später am 13. des Monates Siwan am Freitag fiel auch dieser fromme Rabbi in seinem 621.) Lebensjahre als ein Opfer derselben^) naipn erwähnten Reich-Kaufmann, welches auch das oben 'angeführte pTi H 121 ("Spn n"22 hindeutet, bis 1660 oder 166t verweilt baben und von hieraus nahm er dann die Rabbinerstelle von Meseritsch an. Oder es könnte auch sein, daß er irrthümlich statt Meseritsch Trebitsch aunahm, da von letzterem Orte weder von Efr. in seinem Gutachten noch von dessen Sohne in der Einleitung Erwähnung geschieht. Und wenn auch von dem gedachten Brodyer Rabbinate von beiden Benannten nichts erwähnt wird, gewinnt Emdens Angabe dadurch an Glaubwürdigkeit da die Zeit von 1649, oder 1654 bis 1661, zu welcher Zeit Efr. nach Meseritsch kam, also ein Zeitraum von 11 oder 6 Jahren eine Lücke in seiner Thätigkeit bilden würde. *) Es bieten sich uns laut Emdens Berichte große Schwierigkeiten mit Efraims Lebenszeit dar. Um unfern Lesern ein klares Licht darüber zu geben, wollen wir zuvörderst Emdens eigene Worte anführen. Dieselben lauten: psa *?X1P"S mit nj? ,p"aS N"N MPa VH nepona dpöi ,'"ip Van mn ixa xvipixi xwb ’^Sia nrpa nnai nrm n^inen xaS'ii npiipn nSnpS napoai mm pxb a^i&Sai an:a ixa — nai pxpi nea napv nnnp in« nyp Sya nainaap rann pxm Dann n\n ono — .'iai uapx aim ,nain nana Sya aim ,«aSma i"a pxn n\ip Sn anax aba ,D'Sii3 ixp naSa V'm bhn nsa n'Dnn aim ,y'pn byi .nmxa^ imi bxip'a min fam*? pxa ma: ’n^iaa vbn niaann xaa Sy nap1? nSyna bpoi ,xii‘aa Yax npy3 ^p'-inö ,x3ii&o miaana raxV Sapro *?Sn n"a Sya aim; a"iaaa in»a 'aa *>a oy xai "ax .pnya pxa xnp'byna yp anii Wir ersehen also hier- .(-x>D nbtä)-'131 pnyB3 3*3 13PV13 au«, daß Efr. 1648 oder 1649 au« Wilna nach Mähren auswanderte. Folgen wir aber den Zeitabschnitten genau nach, während welcher vergl. auch Zipser in seinem Aufsatze: „Notwendige Hinzufügungen zu dem Kalender und dem Jahrbuche für Israeliten auf das I. 1847 etc." Orient 1846 Nro. 38.) Seine Familie machten folgende Glieder aus: Eine Tochter, Namens NachamaJ) welche die einzige und zugleich die älteste seiner Kinder war, Gattin des Jakob Wilna und Mutter des Zebi Aschkenasi; ein älterer Sohn, Namens Jecheskel, der in seinem 18. Jahre nach Ofen kam, später das Vorsteheramt daselbst bekleidete, und wie oben erwähnt, durch die im I. 1678 ausgebrochene Epidemie im 30. Lebensjahr starb. Endlich ein jüngerer Sohn, Namens Jehuda Löb, Herausgeber des oft benannten Werkes anax nyp. Dieser war ein Spielgefährte des an Alter ihm fast gleichen Neffen Zebi Aschkenasi welche beide eine gleiche Erziehung in Ofen beim Vater und Großvater genossen (x"pS naipn), Nachdem Letztgenannter dasselbe, nach dem ausdrücklichen Wunsche seines Vaters der Oesfentlichkeit übergeben hatte, trat er sammt Familie nach der Wiedereroberung Ofens, um ein früheres Gelübde zu erfüllen, seine Reise nach Jerusalem an, wo er dann in Ssafet starb. Er hatte einen Sohn, Namens Jedidja, der ebenfalls sehr gelehrt und Schwieg ersohn des im I. 1729 verstorbenen R. Abraham Jizchaki Rabb. zu Jerusalem und Verfassers der Gutachten amax jn i.? Die Zeitgenossen mit denen unser Efr. einen häufigen Briefwechsel unterhielt, waren außer den bereits oben Genannten Mendel Krochmal und Gerson Ulif, auch noch Mos. Jbn Chabib und Abraham Abele Gumbiner (pan am). Sam. Koidenower und i"p waren seine Verwundeten, welchen letzteren er auch überall mit dem Namen \ybj? belegt. Von seinem geistigen Nachlasse hat die Nachwelt nur ein über singularis von ihm aufzuweisen, und zwar das oben mehrmals benannte anax nyp. Es enthält 150 Rechtsgutachten nach den vier Theilen der Ritual — 6oäie68 mit Anmerkungen und einer herrlichen Einleitung von seinem oben genannten Sohne Ich. Löw herausgegebcn: Snlzbach 1688. Auch schrieb Efr. das Werk anax nina über den Pentateuch, welches aber, so wie das nun' nana seines Sohnes Löw ebenfalls ein Kommnt. üb. d. Pent., (Vergl. Asulai (x"n B'iaanS iyi) nicht mehr vorhanden ist. er in Trebitsch, Brody, Meseritsch und Ofen verlebt hatte, so mußte er wenigstens 69 Jahre alt geworden sein; denn 39 I. mußte er wenigstens erreicht haben, als er aus Wilna floh, 12 I. verbrachte er in Trebitsch u. Brody —da er gegen 1661 nach Meserusch kam,— 6 I. in Meseritsch und 12 I. in Ofen) welches den in der Einleitung zu gegebenen Daten offenbar widerspricht, da es hier heißt, daß ec in seinem 62. I. gestorben sei. Um diese sich widersprechenden Data auszugleichen, glauben wir, welches auch der Wahrscheinlichkeit am nächsten liegt, folgendes anznnehmen: Es wunderte unser Efr. aus Wilna erst während der 2. Verfolgung (1655) aus, während welcher Zeit er wenigstens 39 I. alt war, 4 oo. 5 I. verbrachte er in Trebitsch und Brody, 6 I. in Meseritsch u. 12 I. in Ofen, wenn wir also diese gegebenen Zeitabschnitte sumiren, so ergibt sich uns die Zahl feiner Lebensjahre. Und daß im I. 1655 eine große Auswanderung stattfand, ersehen wir aus Mose Ribkes Einleit. a. a. O. *) Uuser Efr. starb also in Ofen, aber nicht wie Herr R.vr. Friedländer im „Abendland Nr, 3 irrthümlich angibt, daß dieser als Rabbiner zu Jerusalem in Zefat im I. 1646 in das bessere Jenseits gegangen sei- Er starb wie wirs darthaten erst anno 1678 als Rabbiner in Ofen. s) So hies Jakob Aschkenast's Ehefrau, aber nicht Esther swie Hr Zipser in seinem oben angeführten Aussatze irrthümlich angibt. 132 n*?3ö Auch verlor dieselbe ihr Leben nicht, wie Herr Zipser meint, bei der Wiedereroberung Ofens; sondern die fromme Nachama starb den natürlichen Tod u. zwar in Jerusalem, nachdem sie mit ihrem Manne dahin ausgewandert war, von welcher uns deren Enkel Emden folg. Bericht erstattet: ij?DJ *n3p" "VX WPX Dp Y'T apjf» l"mo "3pl X'Xl möD3i a"ain a^pira apvmS'iai pSia px ssii npnpn px1? Und was mit .njp o'yaPö ini" |pi iaa xini i"x V'i uiipi npx dem traurigen Schicksale der vermeinten Ehegenossin Jakobs anlangt, traf dieses Z. Aschkenast's erste Gattin, welche während der Belagerung Ofen« von einer Kanonenkugel getödtet wurde.

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