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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 280

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 280 (sequence 289)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047323--0904-9047118
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!• Schulwesen. In der Zeit nach der Eevolution gründete die zionistische Organisation den Landesschulverein „Tarbut".. Dieser besitzt jetzt eine Knaben- und Mädchenmittelschule in Klausenburg und eine Volksschule in Satmar. In diesen Schulen wurde unter den schwierigsten Verhältnissen die hebräische Sprache unterrichtet. Im vorigen Schuljahre fanden die ersten Eeifeprüfungen statt, und es gelang, bei der Begierung zu erwirken, daß hebräische Sprache und Literatur als offizielle Prüfungsgegenstände eingeführt wurden. Trotzdem hat das Schulwerk unter den strengen Verordnungen der Behörden zu leiden. Einer der drückendsten dieser Erlasse ist die Anordnung, daß die Tarbut ihre Schulen schon zu Beginn des kommenden Jahres in eigenen Schulgebäuden unterbringen muß. Doch ist zu hoffen, daß die Organisation auch dieser Forderung wird genügen können, um der hebräischen Kultur in Siebenbürgen eine feste Basis zu schaffen. Palästina wanderung. Der Nationalfond unterstützte diePalästinawanderung aus Transsylvanien, indem er jüdischen Landwirten dieses Landes 5000 Dunam im Emek Jesreel zur Verfügung stellte, die durch 50 ausgebildete Landwirte besiedelt werden. Im vorigen Jahre wurde auch die Hachscharah-Arbeit begonnen, und es ist zu hoffen, daß diese in der nächsten Zeit wird erweitert werden können. Es ist auch gelungen, kapitalistische Kreise für Palästina zu interessieren und wahrscheinlich werden schon in Kürze einige größere transsylvanische Unternehmungen in Erez Israel errichtet werden. Keren Haj^ssod. Seitens des Bureaus für Zentraleuropa besuchten im vorigen Jahre Herr Blumenfeld, in diesem Jahre Frl. Sari Kohn und Herr Turnowsky, Transsylvanien, ohne jedoch einen größeren Erfolg zu erzielen, da das zionistische Bewußtsein in die breiten Schichten der Judenheit hier noch nicht soweit eingedrungen ist, daß sie zu größeren Opfern bereit wären. Aber auch hier ist auf eine Besserung schon in nächster Zeit zu hoffen. Tschechoslowakei. 1. Organisation. Der zionistische Landesverband für die Tschechoslowakische Eepublik gliedert sich in die 5 Distrikte: Böhmen, Mähren-Schlesien, Slowakei, Karpathorußland. Durch Neugründung von Ortsgruppen hat sich deren Zahl von 192 auf 203 erhöht. An der Spitze des Landesverbandes steht das Exekutivkomitee für die Tschechoslowakische Eepublik mit dem Sitze in Mährisch-Ostrau. Dem Exekutivkomitee sind verschiedene Kommissionen unterstellt, und zwar die Palästinakommission, die Jugend- und Kulturkommission für die hebräische Arbeit, die politische Kommission, sämtlich in Prag, die Finanzkommission, die Propagandakommission und die allgemeine Kultur- und Jugendkommission in Mährisch-Ostrau. Entscheidenden Einfluß auf die Führung der Geschäfte der Keren Kajemeth- und der Keren Hajessod-Kommission übt das Zentralkomitee durch seine Delegationen in den beiden Kommissionen aus. Die Mitglieder der politischen Kommission bilden gleichzeitig die Delegation der Zionisten in dem auch von anderen nationaljüdischen Gruppen gebildeten Jüdischen Nationalrat in Prag, dessen Präsident ein Zionist (Dr. Ludwig Singer) ist. Das 280

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