Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 280)
- Language
- German
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Die Tätigkeit des Verbandes in den anderthalb Jahren seines Bestehens erstreckte sich auf Propaganda, Schekelverkauf und die Aktionen für den Goldenen Schekel, den K. H. und den K. K. L. Die Schekelaktion 1922 und 1923 erfaßte etwa 65 Gemeinden des Landes. Im Jahre 1922 wurden (einschließlich Misrachischekolim) 548 Schekolim verkauft. Die Aktion für den Goldenen Schekel wurde im Sommer 1922 eingeleitet. Ihr Ergebnis bis zum 30. April 1923 belief sich auf Frcs. 1347,— und £ 9, — . Vor der Eatifizierung des Mandates anfangs Juli 1922 gelang es dem Verband, das isrealitische Konsistorium des Unterelsaß zu bewegen, beim Völkerbund telegraphisch zugunsten der Eatifizierung des Mandats zu intervenieren. Zusammen mit anderen Gruppen war der Verband bei der Jahreskonferenz 1922 durch einen Delegierten vertreten. Zum Delegierten wurde Herr Schrameck ernannt. Infolge des Stillstandes der zionistischen Arbeit in Paris bestanden bis Frühjahr 1923 keinerlei Beziehungen zwischen dem ostfranzösischen Verbände und der Pariser Zentrale. In letzter Zeit erst sind Beziehungen angeknüpft worden; auf der in Paris am 14. und 15. April 1923 abgehaltenen Jahreskonferenz der französischen Zionisten war der Verband durch die Herren M. E. Weill und M. J. Schrameck vertreten. Die K.-H.-Arbeit in Ostfrankreich hat Ende 1921 eingesetzt. Die Ergebnisse sind folgende: 1922 Zeichnungen: ca. Frcs., 105 000; Zahlungen : Frcs. ca. 91 500. 1923 (b. z. 30.3.) „ „ „ 42 000: „ „ „ 21 000. (Bis zum 30. März 1923 waren beim Hauptbüro des K.H. aus Straßburg 70 000 Frcs. (gleich £ 1.359.10.11) eingelaufen). Der N. F. erzielte folgende Ergebnisse: 1921: Frcs. 64 000; 1922: Frcs. 63 600; 1923 bis April Frcs. 26 300. Der zionistische Gedanke hat in Ostfrankreich in den letzten Jahren immer weitere Kreise erfaßt. Eine prinzipielle Opposition besteht nur in geringem Maße. Die offiziellen jüdischen Kreise stehen dem Zionismus mit Sympathie gegenüber und sind in konkreten Fällen bereit, ihre Unterstützung zu gewähren. Die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung ist keineswegs antizionistisch gesonnen, sondern eher indifferent. Die Aussichten der Arbeit sind als durchaus günstig zu bezeichnen. Polen. Der zionistische Landesverband für Polen hat in der Berichtszeit eine sehr eifrige und vielfältige Tätigkeit entfaltet, die aber ein wenig durch die große Zahl der im Lande vorhandenen Einzelgruppen behindert wurde. Die organisatorische Einheit wurde trotzdem dadurch aufrecht erhalten, daß die Vertreter der Gruppen in allen Bureaus (Keren Kajemeth,, Keren Hajessod) usw. mitarbeiteten und sich in der Arbeit nach den Weisungen des Zentralkomitees richteten. Dagegen lösten sich die Zionisten Westgaliziens als besonderer Verband vom polnischen Landesverbände los und Dr. Thon trat aus dessen Zentralkomitee aus. Ebenso schied auch die „Hitachduth" aus dem Zentralkomitee aus.