Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 258)
- Language
- German
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2. Die Tätigkeit des Waad Habriuth. Der Waad Habriuth wurde auf Grund einer Eesolution des XII. Zionisten-Kongresses gebildet. Seine Tätigkeit war während der Berichtsperiode im wesentlichen eine beratende. Zusammensetzung des Waad Habriuth. Während seines 1 ^jährigen Bestehens setzte sich der Waad Habriuth aus drei Vertretern der organisierten palästinensischen Ärzteschaft, aus zwei Vertretern des Waad Haleumi und einem Vertreter der Krankenkasse der palästinensischen Arbeiterschaft zusammen. Sämtliche Mitglieder des Waad Habriuth waren bis auf einen Ärzte. Der Waad Habriuth hat in 13 Sitzungen folgende Fragen behandelt: Konstituierung des Waad Habriuth, Stellung der palästinensischen medizinischen Institutionen zu ihm, Budgets der verschiedenen Organisationen und Institute (Hadassa, Pasteur-Institut usw.) Bekämpfung der Tuberkulose, Unfall- und Invaliditätsversicherung der Arbeiter, Bekämpfung der Malaria, Begelung der Leitung der Hadassa und Begelung des Gesundheits- und Sanitätswesens Palästinas. Das Präsidium des Waad Habriuth bestand anfangs aus drei Mitgliedern, einem Vorsitzenden (Dr. Jaffe) und zwei Beisitzern (Dr. Zlocisti und Dr. Saalfeld). Die Praxis lehrte jedoch, daß eine solche Zusammensetzung, zumal die drei Präsidialmitglieder an verschiedenen Orten wohnten (Haifa, Jaffa, Jerusalem), für die Arbeit und die Ausführung der Beschlüsse des Waad Habriuth störend war. Es wurde deshalb später nur ein Vorsitzender gewählt und statt der beiden Beisitzer ein Bureau von drei in Jerusalem ansässigen Mitgliedern gebildet. Die Stellung des Waad Habriuth zu den medizinischen Institutionen in Palästina war derart, daß die Krankenkasse und das Pasteur- Institut den Waad Habriuth unbedingt anerkannten, während die Leitung der Hadassa erklärte, sie sei zwar bereit, einen Tätigkeitsbericht sowie Budgetvorschläge dem Waad Habriuth zu unterbreiten, verpflichte sich aber nicht, sich dessen Beschlüssen zu unterwerfen. Andere Institutionen („Schaare Zedek", „Misgaw Ladach") erklärten ihre Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit mit dem Waad Habriuth, ohne ihm aber das Becht einer Einmischung in die Angelegenheiten ihres Budgets einzuräumen. Die Organisation der jüdischen Ärzteschaft steht heute dem Waad Habriuth helfend zur Seite und kämpft für die Ausführung seiner Entschlüsse. Die Frage der Budgets der palästinensischen medizinischen Institute beschäftigte den Waad Habriuth in mehreren Sitzungen. Das Budget der Hadassa wurde von ihm als zu hoch erkannt und daher Vorschläge seiner Kürzung an die zionistische Exekutive geleitet. Ebenso wurde über das Budget des Pasteur-Instituts beraten, das vor dem Kriege durch eine Organisation jüdischer Ärzte und Naturwissenschaftler mit Hilfe der Zionistischen Organisation gegründet worden war und wertvolle medizinische Arbeit für die Bekämpfung der Tollwut, und der Pocken geleistet hat. Der Waad Habriuth stellte sich auf den Standpunkt, daß dieses Institut in jeder Hinsicht Unterstützung verdiene und richtete einen diesbezüglichen Vorschlag an die zionistische Exekutive. Die Frage der Unfall- und Invaliditätsversicherung der Arbeiter wurde in mehreren Sitzungen des Waad Habriuth behandelt und dabei folgende Beschlüsse gefaßt: 249