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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 213

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 213 (sequence 222)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047323--0837-9047051
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stütztj ferner einzelnen Chaluzim die fachliche Fortbildung durch Gewährung der Unterhaltskosten ermöglicht. Die Fürsorgeeinrichtungen des Palästinaamtes wurden in starkem Maße in Anspruch genommen. Bis 31. Januar 1923 bestanden drei Heime für Palästina wanderer mit 280 Betten. Als infolge der im Oktober 1922 beginnenden Wanderung über Eumänien ein starker Rückgang der Durchwanderung durch Wien eingetreten war, wurden zwei Heime geschlossen. Neben der Gewährung von Unterkunft in den Heimen erstreckte sich die Fürsorgetätigkeit auf die Abholung der in Wien eintreffenden Transporte am Bahnhof, Hilfeleistung bei der zollamtlichen Abfertigung des Gepäcks, Beförderung desselben vom Ankunftszum Abfahrtsbahnhof, sanitäre Untersuchung der Wanderer durch einen besonderen Arzt und Unterbringung der Erkrankten in einem Wiener Krankenhaus, in besonderen Fällen auch auf die Beschaffung von Mitteln für die Verpflegung und schließlich Gewährung von Beisezuschüssen in Form von Darlehen. In der Zeit von Mai 1921 bis Ende April 1923 wurden 748 Einzelpersonen und 96 Familien Eeisedarlehen imGesamtbetrage von £ 1241.18.9 gewährt. Die materiellen Mittel für das Fürsorgewerk mußte das Amt durch eigene Aktionen aufbringen. Größere Beträge sind ihm von der Zionistischen Organisation in Kanada, der Hadassah-Frauen-Organisation in Kanada, dem Jewish Belief, Reconstruction and Orphans Fund in Südafrika, der Niederländisch-Indischen Zionisten-Vereinigung in Batavia, dem Jüdischen Frauenrat in Holland u. a. zugekommen. Sämtlichen Palästinafahrern wurden während ihres Aufenthaltes in Wien die einschlägigen Informationen erteilt, wo es nottat, Rechtsschutz gewährt, die Fahrkarten für die Weiterreise beschafft, und schließlich half das Palästinaamt den Wanderern auch bei der Ordnung ihrer finanziellen Angelegenheiten. In besonderem Maße wurde das Wiener Palästinaamt von kranken Chaluzim in Anspruch genommen, die aus Palästina zwecks Heilung nach Wien kommen. Diese Kranken wurden der entsprechenden Spezialbehandlung zugeführt und mußten in den meisten Fällen gegen Bezahlung in Heilanstalten untergebracht werden. Das Handels- und Industrieressort des Wiener Amtes führte auf Ersuchen palästinensischer Institutionen und Privatfirmen Einkäufe durch und war bestrebt, durch Erteilung von Informationen über die wirtschaftlichen Verhältnisse in Erez Israel die Gründung von Unternehmungen in die Wege zu leiten. Im letzten Monate dieser Berichtsperiode ist eine Änderung in der Palästinawanderung insofern zu verzeichnen, als der Hauptstrom der Palästinawanderung aus Osteuropa, der in den vergangenen Monaten seinen Weg über den rumänischen Hafen Galatz nahm, wieder über Wien- Triest zu gehen beginnt. Dies geht auf die letztens erwirkten bedeutenden Erleichterungen des Italienischen Transits und des Transports ab Triest zurück. Die Weiterbeförderung dieser Wanderer von Wien wurde vom Palästinaamte unter gänzlicher Ausschaltung jeder privaten Transportgesellschaft durchgeführt. Die Legitimationskarten, die bisher zwecks Erlangung des österreichischen Durchreisevisums für Palästinawanderer gemäß besonderen Erlässen der österreichischen Regierung vom Wiener Palästinaamte angefordert werden mußten, sind jetzt auf Ersuchen des Wiener Palästinaamtes für die Immigranten aus Polen abgeschafft worden. 213

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