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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 202

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 202 (sequence 211)
Language
German
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IRI
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erheblichen Teil der Immigranten benutzt wird, zeigten sich allerdings noch große Mißstände. Die rumänischen Dampfer, welche über Konstantinopel nach Jaffa gingen und jedesmal 400—500 Palästinawanderer mitnahmen, waren für den Passagierverkehr nicht eingerichtet. Die Immigranten wurden sehr schlecht untergebracht, und auch die Abfahrtszeiten wurden fast nie eingehalten, so daß die Immigranten häufig mittellos und unter großen Entbehrungen in den Hafenplätzen warten mußten. Da es inzwischen gelungen war, durch Verhandlungen mit dem Triester Lloyd bedeutende Fahrpreisermäßigungen durchzusetzen, so wandten sich die Immigranten großenteils wieder der Triester Route zu. Der Fahrpreis Triest —Palästina wurde für Emigranten aus Polen auf £ 1.15.0 für die gewöhnlichen Schiffe und auf £ 3.0.0 für Schnelldampfer, für Emigranten aus anderen Ländern auf £ 2.5 bzw. £ 3.12 herabgesetzt. Eine weitere Erleichterung auf der italienischen Route bedeutet die Aufhebung der Quarantäne in Triest und die Abschaffung des italienischen Durchreisevisums für Palästinawanderer. Das Entgegenkommen der italienischen Behörden und des Triester Lloyd wird wahrscheinlich dazu führen, daß ein erheblicher Teil der Wanderer ständig via Triest geht. Allerdings ist in letzter Zeit eine neue Schwierigkeit dadurch entstanden, daß die ägyptische Regierung der Umschiffung der Immigranten in ägyptischen Häfen Schwierigkeiten bereitet. Das hat zur Folge, daß die Immigranten nur mit den langsam fahrenden und häufig anlegenden Schiffen reisen können, die von Triest nach Jaffa gehen, nicht aber mit den Schnelldampfern, die nach Alexandrien fahren. Kürzlich ist nun wiederum die rumänische Reiseroute mehr zur Benutzung gekommen, seitdem es dem Bukarester Palästinaamt gelang, die rumänische Schiffahrtsgesellschaft S. M. R. zur Einstellung eines guten und schnellen Passagierdampfers für den Transport der Palästinawanderer zu veranlassen. Dieser Dampfer, der pünktlich einmal monatlich von Konstanza nach Palästina geht, benötigt für diese Reise nur 3% Tage und der Fahrpreis beträgt 2000 Lei (etwa £ 2*/4). Die Verhandlungen mit den italienischen wie mit den rumänischen Schiffahrtsgesellschaften werden fortgesetzt, um die bestmögichen Bedingungen für unsere Immigranten zu erlangen. VII. Organisation der Palästina Wanderung. Gemäß Beschluß des XII. Kongresses wurde die zionistische Immigrationszentrale nach Palästina verlegt. Die .Exekutive in London bearbeitet weiter diejenigen Immigrationsfragen, die politische Schritte bei den Behörden notwendig machen, und muß zu diesem Zweckeauch alles auf die Immigration bezügliche Informationsmaterial sammeln und bearbeiten. Ferner hat sich die Londoner Exekutive mit den Fragen der Ausbildung der Chaluzim und der finanziellen Hilfeleistung zu befassen gehabt. Die Immigrationszentrale in Palästina veranstaltete im August 1922 gelegentlich der Jahreskonferenz in Karlsbad eine Konferenz der Palästinaämter, unter dem Vorsitz des Herrn Professor Pick, des Leiters der Jerusalemer Zentrale. Die Londoner Exekutive und Vertreter fast sämtlicher Palästinaämter nahmen an dieser Konferenz teil, die sich mit allen Wanderungsfragen befaßte. Die angenommenen Reso- 202

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