Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 297)
- Language
- German
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— 258 — SCHWEIZ I. Organisation. Der alljährlich im Juni oder Juli stattfindende Delegiertentag des Schweizerischen Zionistenverbandes setzt ein Landeskomitee für sämtliche zionistischen Agenden ein, zu dem auch der Nationalfonds-Kommissär gehört. Als solcher fungiert seit mehreren Jahren Dr. Camille Levy in Biel. Sämtliche Arbeiten wurden bis in die letzte Zeit von freiwilligen Kräften geleistet. Die Spenden werden von den einzelnen Spendern oder von den Vorsitzenden und Kassierern, resp. Nationalfonds-Kommissären der zionistischen Vereine an die Landessammelstelle abgeführt, welche die Spendeneingänge im „Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz" (Zürich) detailliert ausweist. Die Ausweise im genannten Blatte erfolgen in fortlaufend nummerierten Listen nach Einlauf von mindestens 100 Frcs." Die Ablieferung an die jüdische Kolonialbank erfolgte nach eingegangenen 1000 Frcs. und darüber. Regelmäßige Ausweis- und Ablieferungstermine konnten nicht eingehalten werden. Die für den Nationalfonds eingegangenen Gelder wurden bis jetzt in 158 Spendenlisten veröffentlicht. Die Kontrolle über die Qeldgebahrung wurde durch das Landeskomitee ausgeübt. II. Sammelmittel. Die allgemeinen Spenden bei öffentlichen Veranstaltungen, Zusammenkünften, Familienfesten und anderen Anlässen sowie Thorahspenden in Synagogen bildeten bei uns noch immer die bedeutendsten Einnahmen für den Jüdischen Nationalfonds. Durch vermehrte Büchsenaufstellung, sowie durch regelmäßigere Leerung derselben dürfte indes für die Zukunft dieses Sammelmittel an die erste Stelle treten, lieber die Verteilung der Büchsen ist eine Kartothek angelegt worden und die Inhaber wurden durch das vom Hauptbureau des Nationalfonds herausgegebene „Büchsenflugblatt" von der bevorstehenden Leerung benachrichtigt. Von den anderen Sammelmöglichkeiten, die sämtlich nach Maßgabe der Umstände berücksichtigt werden, sei insbesondere hervorgehoben, daß eine größere Aktion für die Jemenitenhäuser in Aussicht genommen ist. III. Propaganda. Unsere Propaganda wurde durch Korrespondenzen, Broschüren, Aufrufe, sowie durch die jüdische Presse („Isr. Wochenblatt"), gelegentlich auch durch die allgemeine Presse betrieben. Seit einiger Zeit wurden Palästinavorträge mit Lichtbildern eingeführt, die sich gut bewährt haben. Es sei ganz allgemein bemerkt, daß wir in den Lichtbildervorträgen ein Agitationsmittel besitzen, das insbesondere in Schulen, Instituten und Pensionen von vorzüglicher propagandistischer und erzieherischer Wirkung ist und deshalb noch mehr Verwendung finden sollte.