Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 288)
- Language
- German
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— 249 — tierten Herren A. Brandler, B. Lewkowitz, T. Moed, S. Obstf e ld und L. St ern. : Ein Nationalfonds-Bureau wurde in Beth-Zion mit regelmäßigen täglichen Amtsstunden eingerichtet, und wir zweifeln nicht, daß der Nationalfonds in Belgien auch weiterhin Fortschritte machen wird. Jede Aufforderung des Hauptbureaus und jede Anregung finden die genaueste Beachtung und werden so gut als möglich ausgeführt. Die Kommission versammelt sich sehr oft zu allgemeiner Beratung, mindestens aber einmal im Monat. Die Nationalfonds-Kommission steht in enger Verbindung mit dem Landeskomitee und faßt wichtige Beschlüsse nur mit dessen Zustimmung. Als Vertrauensmänner haben wir in Brüssel die Herren Jules Maso und J. Kubowitzky, in Lüttich die Herren Falkowitsch und Rosoff. Brüssel ist in letzter Zeit zurückgegangen, weil es bis jetzt, trotz größter Anstrengung, nicht gelungen ist, einen richtig organisierten und stabil arbeitenden Verein zu gründen. In Lüttich arbeitet, unter der Leitung obengenannter Herren, der Studentenverein Kadimah sehr gut und ist auch pflichtgetreu für den Nationalfonds tätig. Die Gelder werden regelmäßig monatlich verrechnet und nach Veröffentlichung in der Hatikwah abgeführt. Von den zugestandenen 10 °/o für Spesen bekommt die Hatikwah 5 %; der Rest wurde bis jetzt dem Hauptbureau wieder rückvergütet II. Sammelmittel. Außer den vom Hauptbureau bestimmten Sammelmitteln werden mit Erfolg vom Antwerpener Damenverein kleine Sparbüchsen an die Kinder am Chanukahfeste verteilt und wieder zu Chanukah geleert. Am Purim- Kinderfeste findet eine Preisverteilung statt, an der alle Kinder teilnehmen, die Büchsen mit Geld abführten. Am Esther-Taanit wird regelmäßig Machzis Hascheckel zu 1/2 Frcs. gesammelt mit sehr gutem Erfolg. Ferner sammeln maskierte Herren am Purim in jüdischen Häusern größere Beträge, was einige hundert Franken abwirft. Büchsen. Von den bezogenen 600 Büchsen wurden beinahe sämtliche verteilt, davon 50 in Brüssel und 50 in Lüttich. Ungefähr 400 Büchsen wurden zweimal im Jahre geleert. Viele Büchsen sind zerbrochen oder abhanden gekommen. Die Leerung geschieht durch freiwillige Kräfte, junge Leute, meistens Mitglieder der Kommission. Diese betätigen sich auch während des ganzen Jahres für den Zionismus im allgemeinen und hauptsächlich für den Nationalfonds. Die Büchseninhaber werden vorher durch von uns hergestellte Karten verständigt. Die Selbstbesteuerung hat bis jetzt nicht viel Erfolg gehabt und wird momentan reorganisiert. Wir sind bestrebt, bei jeder Gelegenheit Golden-Buch-Eintragungen zu erlangen.