Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 215

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 215 (sequence 248)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9038125-9047322--0546-9046759
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 215 — Die Spenden sind in normalen Jahren unbedeutend, 1912 aber stiegen sie durch die Sammlungen für die Juden in Marokko und in den Balkanländern auf 50 246 Kr. Die Allianz, deren Betriebsrechnungskonto 1912 mit 172897 Kr. balanziert und die über ein Reinvermögen von 345 710 Kr. verfügt, gewann auch durch die h anläßlich des 50 jährigen Bestandjubiläums von allen Kanzeln betriebene Propaganda nicht viel an Popularität. Die „Baron Hirsch-Stiftung zur Förderung des Volksschulunterrichts in Galizien und Bukowina" hatte 1911 ein Vermögen von 18 492 276 Kr. mit einem Gebahrungsausweis von 766 208 Kr. und die ergänzende „Baronin Hirsch-Stiftung" ein Vermögen von 4 695 100 Kr. mit einem Gebahrungsausweis von 262 880 Kr. Der „Hilfsverein für die notleidende jüdische Bevölkerung in Galizien", Sitz Wien, hatte 1912: 46 775 Kr. Einnahmen, davon 31213 Kr. aus Mitgliedsbeiträgen und 1680 Kr. aus Spenden; das Vereins vermögen betrug 460 732 Kr. Die „Oesterreichisch-Israelitische Union" in Wien, die 1910 ihren 25 jährigen Bestand feierte, hatte 1912 : 38 996 Kr. Einnahmen, davon 28 360 Kr. aus Mitgliedsbeiträgen, und 2947 Kr. aus Spenden, Legaten und Gründerbeiträgen. VI. Der Ausblick auf die Entwicklung des Nationalfonds. erfüllt uns mit froher Zuversicht. Wir sind uns bewußt, erst am Anfang zu stehen, und fühlen uns durch das edle Beispiel der andern Völker Oesterreichs angefeuert, die für ihre nationalen Ideale und Institutionen stetig steigende Opfer bringen. So verzeichnet, um1 nur einige Beispiele anzuführen, der „Deutsche Schulverein" 1912 eine Jahreseinnahme von 1 415 000 Kr. und speziell für die Roseggerstiftung nach vierjähriger Sammlung 3 000 000 Kr., der „Czechische Schulverein" 1910 eine Jahreseinnahme von 1 298 062 Kr., der „Slovenische Schulverein" (!) 1910 1 043 654 Kr., der „Italienische Schulverein" 1911 517 073 Kr. Allerdings steuern zu diesen Riesensammlungen die konnationalen Banken, Kreditinstitute, Gemeinden, Bezirke und Länder ein Großteil bei, während uns Juden solche Quellen vorerst verschlossen blieben. Immerhin, wir nehmen den Wettkampf mit den andern Völkern auf und werden ihn mit Ehren bestehen. Wien, im Juli 1913. Für die Landessammelstelle Oesterreich cand. ing. Lazar Tennenbaum, Dr. Egon Zweig, Schriftführer. Obmann.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.