Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 170)
- Language
- German
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— 151 — Bezalel Der „Bezalel, Verein zur Verbreitung von Kunstgewerbe und Hausindustrie in Palästina und Nachbarländern" hat sich in der Berichtsperiode 1911—1913 in erfreulicher Weise weiterentwickelt. Er besitzt die Sympathie weiter Kreise und die Zahl seiner Mitglieder wächst von Jahr zu Jahr. Die Beiträge derselben, die 1909/10 14 235,23 M. und 1910/11 16 451,15 M. betrugen, stiegen 1911/12 auf 25 614,51 M., und auch die Spenden, die 1910/11 32102,42 M. betrugen, sind 1911/12 auf 46 021,40 M. gewachsen. Mit diesen erheblichen Mitteln, zu denen noch Subventionen in Höhe von jährlich zirka 20 000 M. kamen, wurden vor allem die kunstgewerblichen) Ateliers der Schule in Jerusalem ausgebaut; es traten zu den bisherigen Teppich-, Filigran-, Kupfer- und Holzbearbeitungs-Ateliers noch solche für Metalltreibarbeiten, Batikgegenstände, Elfenbeinschnitzerei und Emaillearbeiten hinzu. Dagegen ist die kleine Abteilung für Korbflechterei als unrentabel aufgegeben worden, und die zeitweise in den Häusern des Bezalel beschäftigten Arbeiterinnen der Spitzenabteilung des Frauenverbandes mußten aus Raummangel ein besonderes Atelier beziehen, das von Frau Persitz in Moskau unterhalten wird. Die Schule inkl. der Ateliers, die 1909 150, 1910 270 Personen beschäftigte, gab in der Berichtsperiode im Durchschnitt etwa 350 Personen Arbeit, wobei die im Spitzenatelier beschäftigten zirka 100 Mädchen nicht mitgerechnet sind. Es wurden Waren hergestellt: im Jahre 1908 für ca. Frcs. 20 000 — „ 1909 „ „ „ 35 000.— 1910 „ „ „ 90 000.— 1911 „ „ „ 133 000 — 1912 „ „ „ 250 000.— Die Arbeitslöhne betrugen 1911 80 000 Frcs., 1912 135 000 Frcs. Die rapide Steigerung der Produktion ist im wesentlichen die naturgemäße Folge der fortschreitenden Ausbildung der einzelnen Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Erzeugnisse haben sich nicht nur quantitativ,, sondern auch qualitativ in sehr schneller Weise vervollkommnet, so daß sie sich jetzt mit den besseren Arbeiten anderer Provenienzen im allgemeinen durchaus messen können. Große Sorge hat dem Verein aber der Absatz dieser, wie erwähnt, überaus schnell wachsenden Produktion gemacht. Während sich in den ersten Jahren der Vereinstätigkeit die geringen Mengen der in der Schule hergestellten Waren leicht unter den Gesinnungsgenossen, namentlich durch Ausstellungen, absetzen ließen, ist dies bei einer Jahresproduktion von zirka 1/4 Million Francs nicht mehr der Fall, zumal die größeren zionistischen Ortsgruppen fast alle schon