Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 152)
- Language
- German
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Kolonisationsinstitute, insbesondere des Nationalfonds, ermöglicht, zur anderen Hälfte wurden sie den allgemeinen Mitteln der Bank entnommen. Seitdem der Bodenkauf durch besondere Institutionen (Palestine Land Development Company) betrieben wird, hat die Bank sich von der selbständigen Tätigkeit auf diesem Gebiete zurückgezogen und sich darauf beschränkt, den Institutionen, die sich mit Bodenkäufen befassen, mit ihrer Hilfe und mit ausgedehnten Krediten an die Hand zu gehen. In den letzten zwei Jahren gewährte die Anglo- Palestine Company Darlehen in Höhe von 1600 000 Frs. für den Ankauf von städtischem und ländlichem Boden. Pro Ende 1912 belief sich der Saldo dieser Darlehen auf 506 000 Frs. Durch Vorschüsse zur Anlage von Wasserleitungen, zur Pachtung des Oschers, zur Finanzierung der Jahresbudgets der Kolonien usw. versuchte die Bank soviel wie möglich dem Mangel eines organisierten kommunalen Kredites in Palästina abzuhelfen. Es dürfte noch lange dauern, bis die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse eine solche Organisierung gestatten werden, und bis dahin fällt unserer Bank die Aufgabe zu, durch gelegentliche Darlehen an die Kolonievorstände den dringendsten Bedürfnissen entgegenzukommen. Auf dem Gebiete der kulturellen und Wohltätigkeitsarbeit stellte die Anglo-Palestine Company es sich zur Aufgabe, soweit wie ihr dies möglich war, die Kreditverhältnisse zu organisieren und zu bessern. Der weitaus größte Teil sämtlicher in Palästina arbeitenden kulturellen und Erziehungsanstalten sowie sehr viele philanthropische Institutionen genießen bei ihr einen dauernden oder gelegentlichen Kredit. Am Bezalel ist unsere Bank seit Jahren mit einem Betriebskredit von 50 000 Frs. beteiligt, der in der Uebergangsperiode auf 100 000 Frs. gesteigert wurde und nunmehr teilweise in eine feste Beteiligung umgewandelt werden soll. Durch eine umfassende hebräische Korrespondenz fördert die Anglo-Palestine Company die Belebung des Hebräischen als Verkehrssprache. Sie hat vor kurzem die gesammelten Schriften ihres verstorbenen Sub-Direktors, des hebräischen Schriftstellers E1 i a h u Saphir, für ihre Rechnung herausgegeben und die Zusammenstellung eines deutsch-hebräischen Handelswörterbuches befindet sich in ihrem Auftrage in Vorbereitung. Die Anglo-Palestine Company unterhält Filialen in Jaffa, Jerusalem, Hebron, Haifa, Beirut, Safed und Tiberias. Letztere wurde erst vor einigen Monaten eröffnet. Die Leihgenossenschaften der Bank in den größeren Kolonien sind auf dem besten Wege, sich zu regelrechten Agenturen oder gar Filialen zu entwickeln. Diesbezügliche Projekte sind den Komitees einiger Kolonien schon vor mehreren Monaten von der Bankleitung vorgelegt worden.