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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 108

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 108 (sequence 121)
Language
German
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108 - zur Verfügung gestellt, und innerhalb unserer Organisation setzte eine lebhafte Propaganda zu Gunsten dieser Hilfsaktion für die Jemeniten ein. Unser Palästina-Amt entsandte zum Studium der Frage einen guten Kenner der Landesverhältnisse nach dem Jemen, der sich dort 14 Monate aufhielt und genaue Berichte erstattete. Außer der Broschüre, welche der Nationalfonds über die Jemeniten herausgab, wurde auf unsere Anregung noch eine etwas allgemeiner gehaltene Propagandabroschüre seitens eines Komitees in Berlin herausgegeben und in vielen Exemplaren verschickt. Die Sammlung des Nationalfonds für die Jemenitenhäuser ergab bis zum 1. Juli 1913 rund 153 000 M. Sanitäre Maßnahmen. Die mangelhaften hygienischen Zustände des Landes haben in der letzten Zeit zu einer ganzen Reihe von Besserungsversuchen geführt. Unsere Organisation hat bekanntlich schon vor einer Reihe von Jahren einen Fonds zur Errichtung eines mikrobiologischen Institutes in Palästina geschaffen. Dann interessierte sich der bekannte Philanthrop Herr Nathan Straus aus New York für die Besserung der hygienischen Verhältnisse, insbesondere für die Bekämpfung der Malaria, und errichtete zu diesem Zweck das „Health-Bureau" in Jerusalem. Auch deutsche Kreise wandten sich dieser Aufgabe zu, und es bildete sich in Berlin ein Komitee, das vor allem die Bekämpfung der Malaria in Jerusalem zu seiner Aufgabe machte. Von zionistischer Seite ging schon auf dem X. Kongreß in Basel die Anregung aus, die „Gesellschaft jüdischer Aerzte und Naturwissenschaftler für sanitäre Interessen in Palästina" zu gründen, die in diesem Jahr ins Leben trat. Das Actions-Comité verfolgte diese Bestrebungen mit großem Interesse und suchte dahin zu wirken, daß die verschiedenen Kreise, welche sich um die Besserung der hygienischen Verhältnisse bemühen, zu einer friedlichen Zusammenarbeit gelangen. Um der „Gesellschaft jüdischer Aerzte und Naturwissenschaftler für sanitäre Interessen in Palästina" die Möglichkeit zu geben, sich an der Sanierungsarbeit zu beteiligen, wurde ihr aus dem Fonds zur Errichtung eines mikro-biologischen Instituts eine größere Summe bewilligt, und zwar mit der Maßgabe, daß alle Anschaffungen der Gesellschaft Eigentum des mikro-biologischen Instituts bleiben sollen. Auch die Zinsen des genannten Fonds wurden der „Gesellschaft jüdischer Aerzte und Naturwissenschaftler" als jährlicher Beitrag bewilligt. Durch das Zusammenwirken aller beteiligten Kreise wurde in Jerusalem die Bildung eines internationalen hygienischen Instituts ermöglicht, an dem vorläufig das „Health- Bureau", die „Gesellschaft jüdischer Aerzte und Naturwissenschaftler für sanitäre Interessen in Palästina" und das deutsche „Malariar- Komitee" beteiligt sind. Kulturarbeit. Je mehr die zionistische Organisation sich der Arbeit in Palästina zuwandte, um so deutlicher stellte sich die Not-

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