Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 90)
- Language
- German
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— 79 — Finanzen Das Finanzwesen unserer Bewegung ist nach dem durchaus zutreffenden Prinzip vollständiger Trennung zwischen den Finanzen der Organisation und denjenigen der von ihr geschaffenen Institutionen geordnet. Dementsprechend haben diese letzteren besondere Verwaltungskörper, die in der Führung der laufenden Geschäfte selbständig sind, wenn sie auch der Kontrolle des großen Actions- Comités unterliegen. Unser Finanzbericht gibt daher zwar eine Uebersicht über den finanziellen Stand aller unserer Fonds und Institutionen, beschäftigt sich aber im einzelnen wesentlich nur mit den Ausgaben und den Einnahmen der Organisation im engeren Sinne. Einnahmen und Ausgaben des Actions-Comités Die laufenden Einnahmen des Actions-Comités waren vom Beginn der Bewegung an wenig geordnet. Sie bestanden im wesentlichen aus dem S c h e k e 1, der aber nicht vollständig an die Zentrale abgeführt wurde. Schon in der Wiener Epoche hatte man sich daher zeitweise mit der Gründung eines Betriebsfonds helfen müssen. Seit dem Hamburger Kongreß (1909) gelang es zwar, die Abzüge ein wenig zu verringern. Andererseits stiegen jedoch die Ausgaben mit der Vergrößerung der Tätigkeit des Actions-Comités. Der auf dem Haager Kongreß (1907) geschaffene Parteifonds brachte nur vorübergehende Abhilfe. Er erhielt zwar im ersten Jahre seines Bestehens den verhältnismäßig hohen Betrag von über 65 000 M., doch sank diese Summe schon im folgenden Jahre 1908/09 auf 21000 M. Insgesamt hat er in den 4 Jahren von 1907—1911 etwas über 92 000 M. dem Actions-Comité zugeführt. Ebenso brachte ein im Jahre 1909/10 eingeführter Pressefonds zwar über 55 000 M., ging aber ebenfalls im nächsten Jahre bereits auf 6000 M. zurück. Als das jetzige Actions-Comité die Leitung der Geschäfte übernahm, unterlag es für uns keinem Zweifel, daß auch in Zukunft die Einnahmen aus dem Sehekel die Ausgaben des Actions-Comités nicht decken würden, obwohl wir mit einer wesentlichen Zunahme der Schekelsammlung und vollständiger Abführung der Gelder an die Zentrale rechneten. Auch dann konnten die Schekelgelder nur genügen, um die laufenden Verwaltungskosten zu decken. Das war