Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 78)
- Language
- German
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…/9038125-9047322--0376-9046589- Visual Library
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— 67 — wickelte Herr Sokolow vor einem Kreise von geladenen Zuhörern einen Plan, der dazu führen soll, die Stimmung, welche im amerikanischen Judentum für die Palästinaarbeit herrscht, durch Gründung einer amerikanisch-palästinensischen Gesellschaft zu konkretem Ausdruck zu bringen. Zu diesem Zwecke wurde ein Komitee gewählt, an dessen Spitze Herr Louis Brandeis aus Boston trat. In den letzten Jahren wurde in Amerika für einen Fonds auf den Namen Emma Lazarus gesammelt, der zur Begründung einer Arbeiteransiedlung in Palästina dienen soll. Durch lebhafte Propaganda für diesen Fonds gelang es, im letzten Jahre 7000 Dollars (über 28 000 M.) für diesen Zweck zu sammeln. Damit soll diese Sammlung abgeschlossen und in Zukunft für einen Nahum Sokolow- Fonds gesammelt werden, der ebenfalls dazu dienen soll, jüdische Arbeiter in Palästina anzusiedeln. Die Schekeleingänge sind ebenso wie die Eingänge für alle anderen Fonds gestiegen. Insbesondere sind die Eingänge des Jüdischen Nationalfonds stafk gewachsen, wie aus den Veröffentlichungen des Hauptbureaus jn Köln hervorgeht. Von besonderer Bedeutung ist in Amerika die Achusahbewegung, die dahin zielt, Pflanzungsgesellschaften in Palästina zu gründen. Es sind jetzt in Amerika sieben derartige Gesellschaften gegründet, nämlich zwei in Chicago und je eine in St. Louis,. New York, Los Angeles, Cleveland und Pittsburgh, die zusammen etwa 250 Mitglieder und ein Kapital von 500 000 Dollars haben. Die Kolonie Poriah, die von der Achusah in St. Louis gegründet worden ist, wurde während der beiden letzten Jahre von jüdischen Arbeitern bearbeitet. Die erste Achusah in Chicago hat bereits ein größeres Terrain erworben und die Achusah in New York, die erst vor einem Jahr gegründet wurde, wird bald in der Lage sein, Land zu erwerben. Die Propaganda ist dadurch sehr erschwert, daß ein herumr reisender Propagandaredner nur dann Erfolg haben kann, wenn er gleichzeitig ein Organisator ist. Daher wurde die Propaganda weniger durch Redner, die von der Zentrale ausgesandt wurden, gemacht, sondern es fand hauptsächlich eine lokale Ortspropaganda statt. Trotzdem wurden auch einige Reisen veranstaltet, wofür den Herren Julius Meyer jn Boston, Dr. A. M. H er s hm a nn in Detroit und Schachne Stein jn Portland, die sich zur Verfügung stellten, Dank gebührt. Frau Bella Pevsner unternahm eine größere Propagandareise für den Emma Lazarusfonds und sammelte auch für den Bezalel. In vielen Städten fanden Massenversammlungen statt, insr besondere in New York, in welchen bekannte Zionisten als Redner auftraten. Ferner suchte die Zentrale in New York mit den verschiedenen Vereinen Fühlung zu halten, indem sie Redner in die Vereine entsandte. Unter den jüdischen Frauen zeigte sich das Bestreben, eben- 5*