Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 72)
- Language
- German
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— 63 — wünschte Betrag in kurzer Zeit erreicht wird. Auch beabsichtigt die Federation, eine Lehrerin aus Palästina für die Leitung eines hebräischen Kindergartens in Johannisburg zu engagieren. Ein wohlhabender Gesinnungsgenosse in Bulawayo, David Popkin, der vor einigen Monaten starb, hat der Zentralorganisation und dem Nationalfonds eine Summe von 3000 £ vermacht. Infolge der rechtlichen Formalitäten wird die Ueberweisung dieses Geldes vor Ende dieses Jahres kaum zu erwarten sein. Südslavische Länder Die Tätigkeit des Verbandes erstreckt sich auf Kroatien, Slavonien, Bosnien, die Herzegowina und Dalmatien. In der Berichtszeit entwickelte sich der Verband in recht erfreulicher Weise, denn es gelang ihm, weite jüdische Volksschichten für die zionistische Idee zu interessieren und in dem jüdischen Volke das nationale Bewußtsein zu heben. Der Verband war bemüht, die Tätigkeit der Ortsgruppen anzuregen und eine lebhafte Propaganda zu treiben. Zu diesem Zwecke wurde die Broschüre „Das Programm des Zionismus" von R. L i c h t h e i m in kroatischer Uebersetzung, die unser Gesinnungsgenosse Dr. Alexander Licht besorgte, herausgegeben und bewährte sich als ausgezeichnetes Agitationsmittel. Der Jüdische Nationalverein in Sarajewo hatte im vorigen Jahre recht gute Erfolge aufzuweisen, während im letzten Jahr leider infolge der Balkankämpfe die Arbeit ins Stocken geriet. In ganz Bosnien ist diese Stagnation zu verzeichnen, da die ständig drohende Kriegsgefahr jede ruhige Arbeit verhinderte. In Zagreb war die zionistische Organisation in erfreulicher Weise tätig. Es fanden regelmäßige gesellige und festliche zionistische Veranstaltungen statt,, und auch der Besuch des Herrn Dr. Korngrün, Sekretär des Actions-Comités, welcher in Zagreb im vorigen Jahre gelegentlich der Makkabäerfeier die Festrede hielt, regte die Propaganda an. In diesem Jahre wurde in Zagreb ein jüdischer Mädchenverein gebildet,, der gemeinsam mit unserem akademischen Verein „Judäa" wiederholt mit verschiedenen Veranstaltungen hervortrat. Der akademische Verein „Judäa" war sehr rührig und hat sich durch seine eifrige Tätigkeit die Sympathien der gesamten jüdischen Bevölkerung erworben. In Lipik wurde in diesem Jahre dank dem tatkräftigen Wirken unseres Gesinnungsgenossen Dr. Hermann eine neue Ortsgruppe gegründet. Im vorigen Jahre hat unser Verband etwa 600 Schekel aufgebracht, doch wird die Schekelzahl in diesem Jahre infolge des Balkankrieges wohl geringer sein. Auch in Kroatien hat die stetige Kriegsgefahr,, namentlich in den an Bosnien angrenzenden Gebieten,- höchst unangenehme Rückwirkungen ausgeübt, wodurch sich' die