Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 56)
- Language
- German
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gehören der Federation nicht an. Im Jahre 1912 übergab der Landesverband die Lokalarbeit in Paris vollständig den Händen des Zentralkomitees, das von dem Landesverband gegründet wurde. Das Zentralkomitee wird auf die Weise gebildet, daß jeder Verein zwei Vertreter entsendet und diese kooptieren eine gewisse Zahl von Mitgliedern. Das Zentralkomitee tritt monatlich einmal zusammen und regelt die zionistische Arbeit. Der zionistische Studentenverein in Paris ist in dem Zentralkomitee vertreten. In diesem Jahre wurde mit großer Energie gearbeitet, um die Zahl der ^Schekel möglichst zu erhöhen, was vermutlich auch gelingen wird. Galizien In Galizien hat der Zionismus bereits eine lange Geschichte hinter sich. Schon vor Erscheinen des „Judenstaats" gab es in Lemberg eine jüdische, der Wiedergeburt des Judentums gewidmete Wochenschrift „Karm el-Wecker", der dann die polnische „Przysztosc" folgte. Auch wurden Gelder für die Gründung einer galizischen Kolonie in Palästina gesammelt. Herz! fand bereits eine zionistische Bewegung vor, die sich bald der Weltorganisation anschloß. Ein besonders starker Aufschwung ist seit dem Jahre 1905 zu verzeichnen, als die zionistische Organisation ihren Wirkungskreis durch die politisch-wirtschaftliche Tätigkeit im Lande selbst erweiterte und sich im Jahre 1907 zu einer Landesorganisation zusammenschloß. Die beiden letzten Jahre zeigen — trotz schwerer wirtschaftlicher Zeiten — ein entschiedenes Wachstum der Partei, welches in den für Sehekolim, Nationalfonds, Zentralfonds und die Institutionen der Palästina- und Kulturarbeit abgeführten Geldern seinen Ausdruck findet. Die Leitung des galizischen Zionismus ist der obersten Parteibehörde im Lande, dem Zentralkomitee der Zionist en Galiziens in Lemberg, anvertraut, dem seit der Landeskonferenz im Jahre 1911 ein Parteirat,, in den 30 Mitglieder aus dem ganzen Lande gewählt wurden, beisteht. Der langjährige Bestand der Partei führte zur Gründung kultureller und wirtschaftlicher Organisationen, die besonderen Aufgaben Rechnung tragen sollen. Der Einfluß des Zentralkomitees auf diese Organisationen ist gesichert. Das Zentralbureau wurde in den letzten zwei Jahren ausgestaltet. In dem Bureau sind außer dem Präsidium und den Mitgliedern der Organisationskommission des Zentralkomitees der Parteisekretär und einige Beamte tätig. Es wurde mit den Ortsgruppen ein reger schriftlicher Kontakt unterhalten,, und es gelang auch, in großem Umfange mündliche Propaganda zu treiben. Auf diesem Gebiete sind besonders die Bemühungen des Distrikts-