Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 42)
- Language
- German
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„La Renaissance Juive" erscheint. Die ersten 10 Nummern dieses Blattes haben trotz des Mangels an Mitteln, mit dem das Blatt kämpfen muß, doch schon für die Propaganda sehr viel geleistet, und zwar besonders in den Kreisen der wohlhabenden Juden. Das Organ kann jedoch nur bestehen bleiben, wenn es die nötige Unterstützung findet, und das Zentralkomitee in Aegypten hofft, daß der Nationalfonds, dem die zionistische Propaganda stets in erster Reihe zugute kommt, diese Unterstützung nicht verweigern wird. Während, wie erwähnt, die Entsendung eines Delegierten zum X. Kongreß große Schwierigkeiten machte, haben wir jetzt zum XI. Kongreß das Recht, drei Delegierte zu wählen, und es besteht gute Aussicht, daß bei energischer Weiterarbeit zum XII. Kongreß wenigstens 2000 Schekel aus Aegypten aufgebracht werden, was die Entsendung von fünf Delegierten gestatten würde. Argentinien Im Jahre 1912 hat die zionistische Bewegung in Argentinien leider nicht den wünschenswerten Fortschritt gemacht. Weder die Zahl der Schekel noch die Ergebnisse der Nationalfondssammlungen weisen eine Zunahme gegen das Vorjahr auf. Hierfür waren verschiedene ungünstige Umstände maßgebend. Die Ernte des Jahres 1912 war besonders ,in der Provinz Entre Rios, in der die jüdischen Kolonien liegen,, ausnahmsweise schlecht, und die geschäftliche Situation im ganzen Lande war sehr kritisch. Ferner hatte lunser Organ „Die Jüdische .Hoffnung" aus Mangel an Mitteln ihr Erscheinen einstellen müssen; da ohne dieses Blatt die Propaganda völlig lahmgelegt worden wäre, so beschloß das argentinische Zentralkomitee, „Die Jüdische Hoffnung" wieder herauszugeben. Es muß auch erwähnt werden, daß die Ergebnisse dieses Jahres dadurch ungünstig beeinflußt wurden, daß eine angeblich zionistische, in Wirklichkeit uns feindliche Gruppe unsere Arbeit gestört hat. Unser Gesinnungsgenosse N. Gesang, der mehrere Jahre hindurch fast allein die organisatorische Arbeit geleistet hatte, mußte sich infolge starker privatgeschäftlicher Inanspruchnahme zurückziehen und sein Amt als Sekretär und als Redakteur der „Jüdischen Hoffnung" niederlegen. Die finanziellen Nöte dieses Blattes beschäftigten das Zentralkomitee fortgesetzt. Es besteht aber die Hoffnung, daß es auch in Zukunft weiter erscheinen kann. Von Veranstaltungen wären zwei Vorträge zu erwähnen,, die der Vorsitzende des Zentralkomitees, Herr Joselevich, in Buenos Aires gehalten hat, ferner die Herzl-Gedenkfeier und die Aufführung eines von unserem Gesinnungsgenossen Kaufmann verfaßten Theaterstückes in spanischer Sprache. Die Arbeit in den Provinzen ist sehr schwierig, besonders weil die in den Kolonien bestehenden Vereine kein reges Leben führen können. Die Gehöfte regen dort meist in Gruppen 3